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Königspfeiler am Schibengütsch Schrattenflue

Auf Grund der Empfehlung des Bundesrates im Zusammenhang mit der Coronavirus Pandemie sich nur in dringend notwendigen Fällen das Haus zu verlassen und auf grössere Ausflüge zu verzichten, wählte ich Guido und Jan eine Mehrseillängenroute unweit von zu Hause und abseits der grossen bekannten Klettergebiete. Die Tour unternahmen wir Anfang April. Es war auch unsere einzige Tour während dem Lockdown. So sind wir wieder froh wieder klettern zu gehen.

Ganz spontan einigten wir uns auf eine abgelegene Tour im Emmental-Entlebuch. Auf Grund meiner wiederholten Schmerzen in der Schulter waren wir eingeschränkt bei der Tourenauswahl. Da 6c auch in den hoffnungslosesten Lebenslagen geht, wählten wir den Königspfeiler am Schibengütsch/Schrattenflue.
Die Mehrseillängenroute wurde denke ich trotz der Erwähnung im Kletterführer Zentralschweizer Voralpen Südwest von vielen Kletternden einfach links liegen gelassen, da diese Ecke einfach sehr abseits von den bekannten Kletterzielen ist.
Doch wer den Königspfeiler als Kletterziel auswählt wird begeistert sein. Da ist einmal die wundervolle Weitsicht und Exponiertheit hoch über den steilen Grasflanken. Die Route selber ist steil und grossgriffig mit einigen zwingenden kleingriffigen, plattigen Stellen. Heikle Aufsteller würzen die pumpige Kletterei. Die Kletterei ist vor allem in den vier unteren Seillängen zeitgemäss abgesichert, danach wird es ein wenig wilder. Jedoch immer genügend abgesichert. Es stecken dann viele alte Schlaghaken und hie und da ein neuer Bohrhaken. Zwei Friends, Grössen 0,5 und 1, leisten wenn es allzu weit wird gute Dienste, vor allem im einfacheren Gelände.
Die Schwierigkeitsangaben sind sehr sportlich, schon die erste Länge, 5c verlangt ordentliches zugreifen. Oben ist die sechste Länge deutlich schwieriger als 6a+. Die 3. und 4. Länge können ohne Probleme in einer Länge geklettert werden und pumpen wie in der Kletterhalle! Der angegebene Grad 6c sollte daher mit Reserve beherrscht werden.

Wir hatten auf alle Fälle nicht erwartet wie toll eine solche unbekannte Route ist. Und so hat der Lockdown auch die guten Seite und wir lernen unsere Berge der nahen Umgebung besser kennen. Wir empfehlen die Route wärmstens. Wichtig ist den Zustieg von Sörenberg aus zu wählen. Der Aufstieg von Gärtlen ist sehr steil, komplett weglos und ausgesetzt. Die richtige Routenwahl ist nicht offensichtlich und der Zustieg und Abstieg keinesfalls kürzer.

Hier noch einige Schnappschüsse:

Very steep accessVery steep accessIMG_20200412_1213581Jan leading on tje first pitch 5cReady? First pitch 5c?The last difficult pitch, the longest and most difficult!Walking downDescent through the tunnel

Diese Region weisst noch weitere Geheimnisse auf. Bis bald!

Lockdown Coronavirus Lesenswerte Artikel

In mehr als 10 Jahren bestehen des Scalamalade Blog's gab es einige Perlen über witzige Geschichten, unvergessene Ausflüge, alpinistische und klettertechnische Höchstleistungen. Eng waren wir am Geschehen dran von jungen Talenten, erfahrenen Profialpinisten und konnten selber unseren Weg gehen. Auch wurden viele Artikel geschrieben um euch auf neue Routen, neue Gebiete aufmerksam zu machen.

Und jetzt bleiben wir vorbildlich zu Hause, zeichnen Topo's, brüten über neue Tourenziele, trainieren sofern dies an der Hausboulderwand möglich ist.

Damit wir euch dennoch die Zeit in Gedanken versüssen können, untenstehend einige der lesenswertesten Artikel inklusive vielen Bildern. Bleibt Gesund!

Abendberg – Verdon des Berner Oberland
http://news.scalamalade.com/archive/2009/05/abendberg-verdon-des-berner-...

Chamonix!
http://news.scalamalade.com/alpin/2014/08/americaine-directe-an-der-peti...

Chuchigraben – Der Durchstieg
http://news.scalamalade.com/eis-mixed-tooling/2012/02/chuchigraben-eiskl...

Eisklettern eine Lebenseinstellung
http://news.scalamalade.com/eis-mixed-tooling/2017/01/eisklettern-eine-l...

Elbsandstein
http://news.scalamalade.com/sportklettern/2016/04/elbsandstein-2teil-erl...

Märmelibahn Eiger Südwand
http://news.scalamalade.com/alpin/2012/09/maermelibahn-an-der-eigersuedwand

Peuterey Integrale
http://news.scalamalade.com/alpin/2013/10/peuterey-integrale-mont-blanc

Schwarzmönch Utopie - ein Debakel
http://news.scalamalade.com/archive/2014/10/schwarzm%C3%B6nch-update-2014

Seewser Schild – Selten begangene Tour im Obwalden
http://news.scalamalade.com/alpin/2013/06/seewser-schild-im-foehnsturm

Mälchstuhl – Berner Oberland
http://news.scalamalade.com/alpin/2011/09/maelchstuel-silberloui

Magic Mushroom am Eiger
http://news.scalamalade.com/alpin/2011/09/magic-mushroom

Eisklettern im Simplongebiet
http://news.scalamalade.com/archive/2010/01/eisklettern-auf-der-simplons...

Body Grillen in Sion
http://news.scalamalade.com/archive/2008/04/vorgezogener-sommertag-im-wa...

Diavolezza – Ein Eiskletterwettbewerb der Superlative
http://news.scalamalade.com/archive/2008/03/ice-climbing-festival-pontre...

Verdon
http://news.scalamalade.com/sportklettern/2012/05/klettern-in-der-verdon

Boulderhalle Isatis Aarburg

Seltsam wie auch die Routen und der Fels in der Umgebung von Olten so ist auch die Konstellation der Boulderhallen in und gleich vor Olten. Erst im 2018 ging die Boulderhalle in Olten auf. Leider erhielt diese Boulderhalle sehr wenig zuspruch. Kurze Zeit später nach rund einem Jahr im November 2019 eröffnete die Boulderhalle Isatis von Initiator Paul Langenkamp ihre Türe. Nur 5 Bushaltestellen entfernt, ca. 3 km, und hier ist dann etwas entstanden was den eingefleischten Boulderer erfreut. Und obwohl es nicht der ganz grosse Wurf geworden ist, es wurde ja, wie so oft bei neuen Kletterhallenprojekten gemunkelt, es gebe am Autobahnverzweiger Rothrist eine der grössten Kletterhallen im Mittelland, gibt es nun fortan eine tolle Boulderhalle mit viel Raum für ein abwechslungsreiches Bouldertraining.
Auf 300m2 Bodenfläche verteilt gibt es verschiedene Wandneigungen um sich ordentlich die Finger lang zu ziehen. Auch ein Kinderbereich sowie einige Routen bis 6m Höhe gibt es. Um den Vorstieg zu üben oder mittels Topas selbstgesichert in die Höhe zu klettern.

Alles in allem der neue lohnende Treffpunkt für ambitionierte Boulderer und Kletterer in der Region Olten, Zofingen.

Auf den Bildern einige Eindrücke der sehr tollen Boulderhalle:

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Paradice

Ein Film von Daniel Bleuer über das Eisklettern mit Jonas Schild, Nicolas Hojac, Stephan Siegrist. Die Erstausstrahlung fand am 17.Januar 2020 im Kino Rex in Thun statt.
Dieser 17-minütige Film ist während drei Jahren, 2017 – 2019 entstanden. Er zeigt nicht nur steile, atemberaubende Eissequenzen sondern auch viele Einblicke in ein rauhes, unangetastetes und vergängliches Naturschauspiel. Kleittern an gefrorenen Wasserfällen. Eine Off-Stimme untermahlt den Film. Ein Film nicht nur für Eiskletterfreaks sondern für alle Naturliebhaber. Die gezeigten Eisfälle sind der NIN, oberhalb der Fründenschur am Oeschinensee und die beiden an der Breitwangflue gelegenen Eisrouten The Flying Circus und Metro. Alle Routen sind Extremklassiker.
Der Film wurde untermalt mit der Präsenz der Hautakteure des Films welche nach der Ausstrahlung des Films noch einige Anekdoten und Schwierigkeiten beim Filmdreh erzählten. Ein gelungener und sehr sehenswerten Film.

„Ein Film welcher so frisch philosophisch daherkommt als sei das Eisklettern erst gerade entdeckt worden.“ - Guido Ammon

Wenden Gran Paradiso zu Recht ausgenagelt

Eine unrühmliche Erstbegehung welche so zu recht keinen Platz hat. Ausgenagelt und vergessen ist die richtige Konsequenz.
Bereits bei der Verkündung der Erstbegehung durch ein deutsches Trio zu Beginn Oktober 2019 in den Medien wurde man stutzig. Gran Paradiso 7 Seillängen 6c+, 8a+, 8b, 8c, 8a+, 8b, 7b+. Links neben Zahir, im Sektor Dom. In einem Jahr eine solche Tour von unten einzubohren, und noch rotpunkt zu klettern eine Leistung welche doch etwas mehr als nur einen knappen Medienbericht erfordert. Zudem in den Wenden. Dieser geschichtsträchtige Ort, wo noch heute gewisse Routen den Weg in einen Kletterführer nie gefunden haben. Die Wiederholer auf den Spuren der Erstbegeher wandeln. Von jedem Haken wegzuklettern in den Ozean aus perfektem Kalk. Die Freiheit zu spüren, die Leichtigkeit, so wie der Erstbegeher die selbe Anspannung fand bis zum nächsten Haken. Jeden Meter muss sicher geklettert werden. Freikettern in perfekten Routen welche im Einklang einhergehen mit Stil und Geschichte. Respekt vor dem Berg, dem sauberen Stil.

So ist es nur richtig wurden die Haken aus Gran Paradiso von Yannick Glatthard und Michal Pitelka entfernt. Laut Mitteilung der beiden wurden die Haken mit Hilfe einer 8mm-Lochreihe angebracht. und nicht in freier Kletterei! Eine Erstbegehung im Artifstil. Die Route ist weiter sehr nahe an der Zahir gelegen und endet willkürlich in der Mitte der Wand.
Dieses hochbohren kann niemals toleriert werden! Danke jedem einzelnen für den sauberen Stil anzukämpfen!

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Nachruf Bernd Rathmayer

Traurig erreicht uns die Nachricht über den Tod von Bernd Rathmayer.
Er ist am 19.09.2019 nach langer mit viel Geduld und Optimismus ertragener Krankheit verstorben.
Bernd hinterlässt in seinem Familienkreis eine grosse Lücke. Wir drücken unser Beileid aus.

Für die meisten Kletternden war die Leistung von Bernd, in frühen Jahren untrennbar mit Reto Ruhstaller, danach mit vielen wechselnden Partnern, eine für viele nicht nachvollziehbare, denn die Schwierigkeiten lagen in einem nur einer Handvoll verlesener Spitzenathleten zugänglichem Grad.
Schon früh wiederholte er schwierige alpine Sportkletterklassiker und legte selber Hand an. Die Linien welche Bernd zog waren seit Martin Scheel in den 80'er Jahren die von Schönheit, Kühnheit und Absicherungsstandart die Herausragendsten.

Weit über die Schweizer Grenze hinaus sind Routen wie Deep Blue See 7b+ und Tsunami 7b+ Meilenstein der alpinen Sportkletterei. Wo Eleganz und Freikletterei ein perfektes Zusammenspiel finden.
Bernd hat weitere alpine Sportklettereien im Berner Oberland, der Zentralschweiz eröffnet. Auch im Mixed - und Eisklettern war er stark unterwegs.

Es fehlen die Worte um die Momente, Erlebnisse zu beschreiben die Du uns mit diesen fantastischen Routen schenkst. Du wirst immer bei uns sein.

Plaisir in Innerüschenen

Ein kurzer müdigkeitsbedingter Abstecher ans Schwarzgrätli lies unsere geschundenen Arbeitsseelen baumeln lassen. Jan und Guido. Rückblickend die richtige Wahl!
Ohne knappe Zeitplanung und mit viel Reserve nahmen wir den Schwarzgrätlipfeiler in Angriff. Route Edelweiss. Der angenehme kurzweilige Zustieg, schlussendlich doch 1h15' Fussmarsch, lies uns nicht Zweifeln das wir in guter Gesellschaft sein werden. So ist die klassische Schwarzgrätli Route auch diesentags gut besucht. Wir entscheiden uns für die Edelweiss. Eine nicht minderschöne Kletterroute. Zudem ist die erste Seillänge mit 55m sehr lang und auch die schwierigste für die Vorsteigermoral! Danach kommt nur noch Genuss pur!
Die Augen beginnen zu leuchten und die Hände greifen höher und höher in der tollen Route.
Darf es bitte mehr sein! In diesem verflixten Kletterjahr welches gespickt ist durch zu lange und anstrengende Arbeitswochen. Und dann und wann wieder verderberische Gewittereinlagen im genau entscheidenden Moment. Dafür haben wir eine neue ideale Naherholungsecke gefunden mit den Klettereien im Innerüschenen. Kleine Wandeinblicke in der Fotogallerie. Wir werden diese Ecke wieder Besuchen kommen!

Die Fotos stammen von unserem Besuch Mitte August.

Schwarzgrätli, Innerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, SwitzerlandSchwarzgrätli, Innerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, SwitzerlandSchwarzgrätli, Innerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, SwitzerlandInnerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, Switzerlandscala_pants_12-14klein

Maira Bachflue SE-Wand Kiental

Da mir das Berner Oberland sehr am Herzen liegt und noch mehr die Region um das Kiental, wo ich in meiner Kindheit sehr viel Zeit in den Ferien verbracht habe. Das letzte Jahr geteilte Topo der Route Maira an der Bachflue sah vielversprechend aus und war für dieses Jahr ein anvisiertes Ziel. Der kurze Zustieg und die Abseilpiste waren ideal um auch an einem gewittterigen Sommertag die Tour anzugehen. Das Topo versprach knackige Kletterei durchgehend im unteren siebten Franzosengrad in einer stillen Ecke. Gerade das richtige für den Sommerformtest von mir(Guido) und Jan. Um Aspiranten die Route schmackhaft zu machen unser nachfolgende Bericht.

Der Zustieg ist wirklich sehr kurz und die Wand sieht einladend aus. Frohen Mutes gehen wir die Maira an und unsere Blicke wurden stutzig beim Anblick der ersten Länge. Unschöner brüchiger Fels, und so tat das Fixseil seine Dienste. Doch die zweite Länge entschädigte bereits. Powernde technische Kletterei 6c+!, hier ist die Bewertung eher knapp. Dran bleiben!! muss man sich einige male sagen. Schieben, spitz stehen, krallen, schieben, spitz stehen, weiter und kein Ruhepunkt in Sicht nach 12 Metern erst eine gute Stehgelegenheit. SO macht die Route Spass! Doch nach der Knallerstelle in der dritten Länge, welche überraschend schnell gelang, dann wieder ein unschönes Band, welches den Klettergenuss jäh schmälert. Der Aufstieg in der Verschneidung auf die Kerze ist wieder genüsslich. Von da geht es in kleinsplitrigem Fels in einem S mit einem diffizilen Quergang durch die erste steile Wandpassage. Die 7a+ ist hier kurz jedoch brachial. Der Ausstieg zum Stand, da fliegen dann definitiv die Kletterherzen! Leider wieder nicht für lange. In der nächsten Länge gab es Spuren von Übungsabbruch. Auch wir begnügten uns auf Grund des herannahenden Gewitters und dem Gesamteindruck der Route welcher doch eher im unteren Sterne Bereich zu liegen kommt.

Es ist anzumerken dass die Route mit einem Brecheisen geputzt werden müsste und den Gesamteindruck zu verbessern. Somit könnten viele brösmelige und Grasband- Passagen verbessert werden ohne ständiger Gefahr ungewollt aus der Route zu kippen. Die Route ist sehr gut abgesichert. Hat jedoch sehr wenige Wiederholungen. Schade die Wand ist eindrücklich und die Lage sehr idyllisch, jedoch eher für Abenteuerkletterer im gehobenen Grad.

Beim Abseilen beäugten wir das Projekt von Ralf Weber, die Linie zieht durch besseren Fels ist jedoch mit 7c ordentlich schwieriger. Das Topo sowie genaue Details zur Route gibt es auf filidor.ch

Mal schauen ob ich in diesem Jahr noch ein weiteres Projekt im Kiental begehen kann. Info's folgen!

Training an den Zähnen (Farnernzähne)

Ein Frühlingstag an den Farnernzähne.
Zum Auftakt der nun endlich, endlich trockenen Saison eine Hardcore Session an den Zähnen. Man munkelt auch 10 Jahre nach der Resterschliessung, dass wieder neue Felsen entstanden sind und darin neue Routen. Ausgeklettert ist nie. Die Zähne überraschen immer wieder. Daher braucht es mehr freie Tage denn ansonsten wird dem Ziel nie die Linie überschritten.
Und das wäre ja schade im besten Klettergebiet der Welt!

Damit das Training nicht nur an den Zähnen Spass macht hier ein par Tipps und Tricks!

Haben wir nun in der Halle den, sagen wir Grad 6c gefestigt, dann geht es gleich draussen an diesen Grad. Doch draussen locken uns die 7a. Doch diese wollen nicht klappen. Woran liegt es?
Oft vergessen wir die Halle hat sehr viele zu gute Stehpositionen. Diese fehlen draussen. Oft muss mühsam und kräftezerrend umgetreten werden um weiterzugreifen und gleich wieder umgetreten werden um weiterzugreifen. Wir denken wenn dann die ersten 7a gehen, geht bald auch 7b. Doch hier gibt es einen grossen Unterschied. In eine 7b muss oft viel mehr investiert werden da die Griffe draussen bedeutend schlechter sind als drinnen in der Halle, und stehen ist auch nicht das gelbe vom Ei.
Hier zählt nicht zu stark forcieren am Fels. Zum Beispiel sollte das Pyramidenkonzept immer beachtet werden: Heisst in etwa: 40 Routen im 6c, 19 im 7a, und nur 3 im 7b! Das ist eine empfohlene Verteilung um Kletterfortschritte zu forcieren. Mehr macht keinen Sinn da in den schweren Routen bei zu intensivem Versuchen die Verletzungsgefahr zu gross ist. Der Kletterflow und das Bewgungsrepertoir ist weit wichtiger am Fels als das krampfhafte Versuchen. Maximalkraft und Fingerkraft werden nebenbei trainiert. Mental verlangt der Fels auch bedeutend mehr als die Halle. Die Route muss genau einstudiert sein. Dies geschieht meist von oben nach unten. Da oben die Züge genau passen müssen da bereits das Laktat sich bemerkbar macht in den Unterarmen.

Klettern heisst Freude haben, und eine schöne Linie wollen wir immer klettern egal wie schwer. Darum gilt auschecken in einem höheren Schwierigkeitsgrad ist immer auch ein gutes Mittel zum Training. Hier kann oft im Toprope geklettert werden um sich langsam vorzutasten.
So wie Jan und ich (Guido) an den Zähnen. Es hat Spass gemacht und jetzt wird trainiert. Draussen am Fels, denn nur der Fels gibt Kraft für den Fels!

Viel Spass und Rock on! By the way Scalamalade verkauft Hosen! Die Hybris gibt es nur noch kurze Zeit in den Farben camel und zederngrün. Zudem gibt es die Shorts in Zederngrün. Direkt zum Shop https://products.scalamalade.com/

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IFSC Worldcup Chongqing in China - Schweizer Finaleinzug

Der dritte Boulderwettkampf 2019, diesmal in Chongqing, China, der IFSC Weltcup Serie brachte ein sehr starkes Schweizer Resultat hervor, mit Petra Klingler bei den Frauen und zum ersten Mal in einem Boulderwettkampf Sascha Lehmann bei den Männern im Finaldurchgang. Dem nicht genug fehlte nur wenig für einen Podestplatz, beide erreichten den vierten Schlussrang!

Es sei erwähnt, dass Sascha Lehmann bis heute eher im Lead-Wettbewerb seine Wettkampferfolge feiern konnte. So war er mehrfacher Junioren Meister, europäisch und im Weltcup. Der starke Burgdorfer klettert seit seinem fünfzehnten Lebensjahr im Schwierigkeitsberiech höher 8a und konnte die Türe zum 9a mit 20 Jahren aufstossen. Mit dem Ausblick auf die Olympiateilnahme hat er nun auch die anderen beiden Wettbewerbsformate Bouldern und Speed intensiver trainiert. Wie wir sehen mit Erfolg!

Wir gratulieren und wünschen weiter eine erfolgreiche Saison den beiden Spitzenklettern!

Hier die beiden Internetseiten der beiden Olympiaanwärter. (Anmerkung: Es werden nur die weltweit besten 20 Damen und Herren zur Olympiade in Tokyo 2020 zugelassen!)

https://www.petraklingler.ch/
http://www.sascha-lehmann.ch/