Übersicht

Wenn der Klettergartenvater abtritt

In der Aargauerzeitung ist kürzlich ein Artikel erschienen über einen der eifrigsten Plaisirrouten Erschliesser im Solothurner Jura. Paul Hunziker. Mit seinen nun 82 Jahren tritt er die Aufgabe der Pflege seiner Klettergärten an den SAC Aarau ab, welcher sich künftig für den Unterhalt und Pflege der Klettergärten Roggenhauser Steinbruch und Eppenberg kümmern wird. Gerade Paul verstand es die Klettergärten sehr an den geforderten Standart der heutigen Plaisirgemeinde anzupassen. Nach seiner Pensionierung verbrachte er ungezählte Stunden an dem landschaftlich reizvollen Ort oberhalb Schönenwerd. Er war ein kreativer und zelebrierte sein Werk mit grosser Hingabe. Manchmal konnte man sich ein schmunzeln nicht verkneifen ob all dem Einfallsreichstum.
Nirgends in der Region Aarau-Olten gibt es eine solche Anzahl von sehr gut abgesicherten leichten Kletterrouten welche zudem so gut mit Wegen, Wegmarkierungen, Ruheplätzen und Spielmöglichkeiten ausgestattet wurden. Paul war sich keinen Aufwand zu schade und grub regelrecht die Routen aus dem Dreck. Heute sehen wir viele Klettergärten welchen im Jura eine erbärmliche Zukunft droht, wenn diese nicht gepflegt werden. Wobei die Bohrhaken meist das geringste Problem darstellen, da diese Dank rostfreiem Stahl lange Jahrzehnte sicher halten.

Wir sehen heute in vielen Klettergärten Erosionsprobleme, Pflanzenbewuchs oder Behinderungen nach Sturmschäden. Klettergärten sind Gärten in der freien Natur und müssen dementsprechend gepflegt werden. Was für Kletterer in den höheren Graden selbstverständlich ist der Route eine Säuberung zu geben vor dem Versuch oder Durchstieg, dies ist nötig da diese Routen meist Monate, ja Jahre nicht mehr wiederholt wurden, so begnügt man sich im Plaisirbereich mit wenig selber Hand anlegen.
Weiteres Problem ist, wenn bereits ein Bereich nicht mehr kletterwürdig aussieht, das die Klettergesellschaft bald einen grossen Bogen um den Klettergarten macht, da unlohnend. Weiter geschieht eine immer öfter akzentuierte Kanalisation der Kletterer zu Ungunsten von populären Klettergebieten mit ihren oft knappen Parkplatzresourcen und knappen Platzverhältnissen.
Ich hoffe jeder Kletterer beteiligt sich aktiv um den Erhalt auch kleiner Klettergärten. Eine Astschere oder eine Drahtbürste gehören ab und zu in jeden Garten. Wer saubere Routen und gepflegte Klettergärten fordert sollte auch Verständnis mitbringen das ohne Mithilfe die Herkulesarbeit nur ungenügend bewerkstelligen lässt. Dies ist auch im Sinne der Klettergartenväter unserer geliebten Klettergärten welche uns eine Trainingsbasis bieten für grosse Alpentouren.

Wer Fragen und Anregungen sowie Verbesserungsmöglichkeiten zu Klettergärten sieht, der kann sich jeweils direkt an den Erschliesser wenden. Wo dieser nicht bekannt ist wende man sich an die Locals oder den lokalen SAC oder an die lokale IG Klettern.

Cassiopeia - Hundstein-Bäuche Alpstein

Cassiopeia - ein bekanntes Sternbild am Sternenhimmel, jedoch auch die erste Freikletterlinie über die Hundsteinbäuche im Alpstein. Die 8. Seillängenroute mit Schwierigkeiten bis 7b wurde durch Fabio Lupo und Andy Trunz im 2013/2014 erschlossen und im 2015 erstbegangen. Die Route beginnt mit einer leicht überhängender 7a an einladendem, gelblichem Fels. Anschliessend kommt eine 7a, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Die ersten Meter einfach, aber brüchig - die letzten 15 Meter jedoch sensationell! Ab jetzt klettert man bis zum Schluss in allerbestem Fels! Es folgt eine 50m 6c namens "Hochblüte" und darauf folgend zwei ebenfalls wunderschöne Seillängen in den Schwierigkeiten 6b+ und 6a+. Nun befindet man sich unterhalb des zweiten Hundsteinbauches und späht etwas erstaunt in das vor einem auftürmende Dach des zweiten Bauches. Nach der Seillänge "Schwarzes Loch" ist man mitten drin und kann sich auf eine luftige Schlüsselseillänge namens "Supernova" 7a+/7b freuen. Zum Schluss kommt noch eine 6a+ und ca. 150 Meter einfaches Gelände bis zum Gipfel. Vom Stand der Supernova kann man in 5. Mal direkt über die Route abseilen.

Wirklich eine sensationelle, aber anspruchsvolle Freiklettertour am Hundstein!

Das Topo ist unter kletterwelt.ch zum Downloaden verfügbar.

Material:

60m-Halbseil, kleines bis mittleres Keilset, Friends 0.5-1, 14 Expressen, davon 3 bis 5 verlängerbare

CassiopeiaHundstein-Bäuche Alpsteinbeim ZustiegHundstein-Bäuche AlpsteinRoman in "Urknall"Roman in "Urknall"Roman in "Urknall"Roman in "Hochblüte"Matthias in "Evolution"Matthias in "Evolution"Matthias in "Evolution"Matthias in "Evolution"Matthias in "Evolution"Matthias in "Evolution"Roman in "Hochblüte"Roman in "Hochblüte"Roman in "Hochblüte"Roman in "Hochblüte"Matthias in "Interstellar 1"Matthias in "Interstellar 2"Im schwarzen LochMatthias in der Seillänge "Schwarzes Loch"Matthias in der Seillänge "Schwarzes Loch"Matthias in der Seillänge "Schwarzes Loch"Matthias in der Seillänge "Schwarzes Loch"Matthias in der Seillänge "Schwarzes Loch"nach dem 2. HundsteinbauchRoman in der SuprnovaRoman in der SuprnovaRoman in der SuprnovaRoman in der SuprnovaIn der Seillänge SuprnovaIn 5. Mal kann man mit einem 60m Halbseilen über die Route abseilenIn 5. Mal kann man mit einem 60m Halbseilen über die Route abseilen

Stöck-Wiis-Sturz 7a+ im Alpsteingebirge

Griff in Anflug...babam... und Roman flog durch die frische Bergluft des Alpsteins. Ob er der Dohle eine Konkurrenz darstellt, ist jedoch fragwürdig. Die ersten Meter der Route "Stöck-Wiis-Sturz 7a+" hat es in sich. Der Start ist steil und etwas brüchig. Anschliessend führt die Seillänge über Risse und Verschneidungen zum ersten Stand. Nach einem diagonalen Quergang nach rechts wird die zweite Seillänge, ein 7a+, steiler und bietet interessante Wandkletterei mit super Bewegungen. Weiter gehts mit einer 6c, in welcher wir das erste Mal das mitgebrachte Gear gebrauchen konnten. Diese Seillänge war teilweise leicht feucht jedoch trotzdem kletterbar. Der dritte Stand befindet sich ausgesetzt direkt oberhalb einer Dachkante. Jetzt kommt nochmals steile und ausgesetzte Wandkletterei, die zum Ende der eindrücklichen Roslenfirst-Nordwand führt. Abgseilt wird mit einem 60m Doppelseil über die Route, wobei man den zweiten Stand auslässt (also vom dritten Stand direkt über die Dachkante zum ersten Stand abseilen). Diese Abseilaktion ist super luftig und eindrücklich:) Bei der "Stöck-Wiis-Sturz 7a+" handelt es sich definitiv eine anspruchsvolle, aber lohnende Klettertour von Fabio Lupo und Andy Trunz aus dem Jahr 2013.

Das Topo ist unter kletterwelt.ch zum Downloaden verfügbar.

Material:

60m-Halbseil, kleines Keilseit und Friends 0.5-1, 12 Expressen, davon 4 verlängerbare.

Luftiges AbseilenLuftiges Abseilenletzte Seillänge 6cLuftige Kletterei über 80m "Freiheit"Quergang der 3. SeillängeQuergang der 3. SeillängeQuergang der 3. SeillängeRoman in der 3. SeillängeMatthias kurz vor dem 1. StandMatthias kurz vor dem 1. StandMatthias kurz vor dem 1. StandMatthias in der 1. Seillänge

Pfingstklettern in Orpierre

Endlich ist es so weit, das lang ersehnte Pfingstwochenende steht vor der Tür. Am Freitagmorgen fuhren Adrian und ich (Angi) mit dem Opel-Bus Richtung Orpierre. Unser Fahrzeug war vollgepackt mit Klettermaterial. Die Wettervorhersage für das Pfingstwochenende verhiess für die Schweiz nichts als Regen. So erstaunt es kaum, dass wir auf unserer rund fünf stündigen Autofahrt von Bern nach Orpierre vom kalten Nass begleitet wurden. In Orpierre angekommen, warteten Roman und Matthias auf uns, die bereits eine einwöchige Kletterreise durch Frankreich geniessen konnten. Noch immer lag Feuchtigkeit in der Luft, gefolgt von schwachem Nieselregen. Doch dank einigen leicht überhängenden Felspartien, die das kleine Dörfchen Orpierre umgeben, konnten wir trotz den widrigen Wetterbedingungen erste Kletterversuche unternehmen. An diesem Tag kletterten wir also im Sektor Le Puy, der vor allem für fortgeschrittene Kletternde einige spektakuläre Klettertouren bietet. Die Kletterlinien zeichnen sich durch ihre Steilheit, Länge und Ausgesetztheit aus. Geklettert wird in diesem Sektor vorwiegend an Leisten.
Die restlichen drei Tage kletterten wir im Sektor Château. Dieser ist einer der berühmtesten in ganz Orpierre. Auch hier finden sich lange, steile und ausgesetzte Touren, die jedoch zum Teil etwas abgespeckt sind. Auch dieser Sektor ist mehrheitlich regensicher. Hier lohnt sich ein Kletterbesuch eher im Frühling oder Herbst, da es im Sommer für die knackigen Touren zu heiss ist. An einer der anspruchsvolleren Klettertouren (Heuresement il y a la bière 7c+) des Gebiets versuchten sich Roman, Adrian und Matthias. Obwohl sie von Versuch zu Versuch immer besser unterwegs waren, gelang ihnen bis zu Letzt der Durchstieg nicht.
Nach einem intensiven und erfolgreichen Kletterwochenende an den Felsen von Orpierre, machten wir uns am Montagabend wieder auf den Weg in die Schweiz.

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Liebe Kletterbegeisterte, liebe Boulderfreunde

Die ersten Klettermeter haben wir dieses Jahr schon hinter uns gebracht. Ob bei Sonne oder Regen, robuste und qualitativ hochwertige Kletterhosen sind beim Klettern ein MUSS. Falls Deine Kletterhose den Anforderungen nicht mehr gerecht wird, hilft Dir Scalamalade gerne weiter!

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"Having a great desire to go climbing!" wünscht Euch

Das Scalamalade Team

Ultimo Sogno an der Parete d`Osogna – das härteste Rissdach der Schweiz?

Bereits vor ein paar Jahren hatte ich Informationen über dieses Rissdach gefunden. Einige starke Kletterer hatten sich versucht und Luca Auguadri konnte die Route bis auf das Dach frei klettern. Die Route wurde 1979 von einer Gruppe Tessiner um G. Petazzi hakentechnisch erstbegangen. Die Route ist komplett trad bis auf Bohrhaken an den Ständen.
Anlässlich einer Wiederholung der Route Climbtheline seilten wir über das Dach ab und mir schienen die Jams, also die Klemmstellen für die Hände, nicht so schlecht zu sein. Die Schwierigkeit eines Risses hängt immer von seiner Breite ab. Drei Tage investierte ich im Dezember 2015 um die Bewegungen zu entschlüsseln. Mit Simu und Laddy fand ich geduldige Freunde die mit mir im gemütlichen Biwak am Wandfuss hausten.

Nach dem Winter in Patagonien musste ich erst wieder in Form kommen. Die Nachricht, dass ein Freund mit Sean Villanueva, einem Kletterprofi aus Belgien das Dach probierte, löste etwas Verärgerung in mir aus. Ich geniesse die Einsamkeit dort oben und ich hatte mir bewusst dieses Projekt ausgesucht, weil die lokalen Kletterer es bereits versucht und aufgegeben hatten. Nun plötzlich in Wettkampf mit einem Belgischen Kletterer zu stehen schien mir unangenehm. Natürlich wäre ich gerne der erste gewesen der es frei klettert – Scheiss Ego!

Eine intensive Partnersuche endete erfolgreich mit Bernde, einem Kumpel den ich in
Patagonien kennengelernt hatte. Bei schlechtem Wetter und schlechten Aussichten stiegen wir am 5.April ins Biwak. Die Wand war erstaunlich trocken und bereits am 6. April konnte ich das Dach völlig überraschend klettern. Vielleicht war der Erfolgsdruck ja auch hilfreich? Jedenfalls wollte ich jetzt unbedingt die Route zu Ende bringen. Bernde bekundete verständlicherweise Mühe, das Dach nachzusteigen. Nach einer Querganglänge folgt die Route einer langen Verschneidung bis zum Ausstieg. Ich kletterte die nächste Seillänge trotz Nässe Onsight. Wir hatten kein Topo dabei und ich erinnerte mich dass die letzten drei Seillängen relativ einfach sind. Und weil die Route ab dort extrem dreckig und verwachsen war, entschied ich dass die Route für mich dort endet. Im Nachhinein bin ich ein bisschen unzufrieden nicht bis zuoberst geklettert zu sein aber die letzten drei Seillängen haben für mich einfach keinen sportlichen Wert.

Die Schwierigkeiten der Seillängen: 7a, 7b+, 8a+, 6c, 7a+ (6b, 6c, 7a)

Silvan Schüpbach, Thun
www.slack-line.ch

.par05Silvan Schüpbachparete01The 8a+ roof crack in the third pitchparete05

Mountainfestival Meiringen

Vom 14.-17.April findet in Meiringen das Haslital Mountainfestival statt. Für alle Bergliebhaber ein lohnender Event mit Film, Musik am Freitag und Samstag Abend und am Samstag mit der Boulderweltelite am Start. Ein geballtes Programm welches gut mit der ein oder anderen Route/Boulder in einem der unzähligen Gebiete rund um Meiringen perfekt kombiniert werden kann.

Hier zum Programm: http://mountainfestival.ch/

Auf dem Bild: Yannick Glatthard bouldert im Grimselgebiet Pic: David Birri Meiringen

Elbsandstein 2.Teil Erlebnisbericht

2. Teil Erlebnisbericht

Mit Köbi hatte ich, Guido, einen Kletterpartner der mir bei den kräftigen Stellen aushelfen kann da ich im Moment auf Grund einer Schulterverletzung nur auf den Füssen stehen kann. Somit waren wir daher gleich auf die klassischen leichten Wege bis V (franz. 5a) beschränkt. Dies sahen wir sehr positiv somit unseren Kletterdrang auf ein bestimmtes Tätigkeitsgebiet beschränkt zu wissen. Im Vorfeld habe ich mir bereits Touren für 9 Tage herausgesucht! So will ich nun endlich wieder nur klettern gehen. Doch wie so oft verlief auch diese Reise ein wenig anders. Die Reise mit Flug nach Dresden und weiterreise mit Bahn und Taxi verlief schnell und reibungslos. Auch das Biwak war wirklich deluxe, nur das wir allen Proviant für 5 Tage mit uns schleppten war zu viel! Wir konnten uns nach 15 Minuten gehen kaum auf den Beinen halten! So entschieden wir uns einige Last zurückzulassen und in der Wildensteinboofe für mehrere Tage zu bleiben. Der Regen am zweiten Tag und in der folgenden Nacht liess uns nur sehr kurze leichte Wege klettern. So musste nun für Sonntag und Montag das Königsprogramm her! Mit immer noch reichlich Gepäck verabschiedeten wir uns von den ersten Eindrücken und schlichen uns nun mit angemessenem Gepäck ab der Schrammsteinbaude Richtung Schrammsteine hoch. Diese Boofe war weniger bequem dafür hervorragend Gelegen. Den Falkenstein ringten wir in einer Monsterdurchhallte Aktion von 6 Stunden nieder. Was war geschehen? Die ersten drei SL gingen Flott, doch dann wurden wir Opfer der harten Bewertung und der noch härteren psychischen Anforderung an den Vorsteiger. Da der Kamin nur mit ordentlichem Kraftaufwand bezwungen werden kann, war Guido vorweg ausser Gefecht gesetzt. Köbi verzichtete und so suchten wir einen Ausweg über eine andere Route. Mit Pendeln gelang ich an einen Spalt, doch dieser oh weh: Abgrundtief! Rückbau und warten. Der einzige Weg nach oben führte mittels Fixseil von einem lieben Vorsteiger für uns fixiert. So harrten wir aus. Und dank dem herzhaften Zuhilfekommens einer Würzburger Seilschaft und der Kooperation mit einem tschechischen Paar schafften wir es bis auf den Gipfel. Dies war eine ein bisschen andere Form der Unterstützung welche doch in noch so vielen Wegen benötigt wird. (Unterstützung nennt man z.Bsp. Steighilfe durch den Partner) Noch selten waren wir so glücklich auch diesen Gipfel geschafft zu haben, war er doch unser Königsziel! Doch mit unseren Verletzungen nicht selbstverständlich zu erreichen. Nun noch vorsichtiger unterwegs schlichen wir dann am nächsten Tag souverän die Alten Wege von Müllerstein und Zackenkrone hoch. Doch dies waren auch schon wieder die letzten Gipfel, da der Regen uns von den grossen Gipfeln vertrieb. So verliessen wir die Gipfel des Elbsandsteines und genossen die schön angelegten Stiege und Wege und gelangten schnell zurück zur Strasse. Wir kommen wieder!

Bad Schandau, Elbsandstein, Sachsen, GermanyDSC_002Köbi in Alter Weg II First Route on a rainy dayGuido on a solo tripDSC_007Wildensteinscheibe, Wildensteiner Gebiet, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido in AW III  Wildensteinscheibe, Wildensteiner Gebiet, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGipfelbuchDSC_014Wildensteinerboofe, Wildensteiner Gebiet, Elbsandstein, Sachsen, GermanyHow to tie a knotAcces to the MüllersteinSchrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyJungfer, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyKöbi leading the Fünstlicher Weg IV  Götze, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyChristmas tree  Götze, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyZahnsgrundwächter, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyThe Summit to climb in the Elbsandstein, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyBeautiful climb on pitch 4  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyUnknown climber in the chemny on pitch 3  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido what next? Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyOh no! Chemny climbing!  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido is scarred!  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyOn the top  Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyOn the top view to Schrammsteine  Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido and the Gipfelbuch  Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyJungfer, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanySchrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyIn the so called Badewanne (Bathtube)  AW IV, Zackenkrone, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido on the top of a really exciting route  AW IV, Zackenkrone, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido at the exit of the chemny

Elbsandstein - Der andere Ostertrip

Elbsandstein

Elbsandstein – Jeder Kletterer hat sicherlich von diesen Sandsteintürmen schon mindestens einmal etwas gehört oder gelesen oder zumindest ein Bild gesehen. Sie sehen spektakulär aus, von wo verständlicherweise auch das grosse Interesse der Klettergemeinschaft herreicht. Doch in den Elbsandstein geht man nicht Klettern - man geht Bergsteigen! Warum Bergsteigen zeigt sich rasch bei der Ernsthaftigkeit der Wege, so gibt es nur wenige fixe Zwischensicherungen und auch Umlenkungen fehlen meist gänzlich. Die Bewertungen, auch hier kursieren wilde Gerüchte, sei hart, und sei zudem noch angelehnt an alte verblassene Rotsockenzeiten.
So viele Gerüchte, Abenteur wollte ich Guido schon seit mehr als 15 Jahren auf den Grund gehen. Es dauerte bis 2016 bis sich der Traum erfüllte diese einzigartige Felslandschaft zu besuchen. Hier ein Bericht in zwei Teilen eines aussergewöhnlichen Ostertrips.

1. Teil Allgemeine Infos
Der Elbsandstein ist ein riesiges Klettergebiet westlich von Dresden, welches sich über rund 35 km von der Stadt Wehlen bis an die deutsch-tschechische Grenze erstreckt. Die ersten Gipfel wurden bereits um 1870 bestiegen, ab 1900 ging die Entwicklung so richtig los. Heute stehen über 18‘000 Routen auf engstem Raum zur Verfügung. Die Anreise mit Bahn und Bus ist hervorragend, und da vor Ort alles auf engem Raum ist, ist auch ein Taxi kein zu teures Verkehrsmittel. Als Übernachtungsort dienen die vielen Pensionen oder die Boofen. Die Boofen sind offiziell markierte Biwakplätze meist regensicher unter grossen Felsüberhängen. Wer hierherkommt als Bergsteiger muss unbedingt boofen, so umgeht man bereits ein grosses Problem. Welches ist die beste Tour? Was ist mit der Absicherung? Wie ist der Zustieg? So kann man abends noch bis tief in die Nacht fachsimpeln und ungeheure Geschichten zu Ohren bekommen.
Da die Routen meist sehr eng nebeneinander gelegen sind und es keine künstlichen Unterscheidungsmerkmale wie Hakentypen, angeschriebene Routennamen, markierte Wege gibt benötigt man meist als Neuling die Hilfe von Locals. Die Topos helfen einem meist auch nicht sehr viel da einige Führer als Auswahlführer konzipiert sind. So hilft meist nur den von uns empfohlenen Kletterführer des Bergverlages Rölke zu kaufen und dann vor Ort sich von den Locals weitere Tipps geben zu lassen. Man fragt ohnehin sehr oft nach dem Weg oder lässt sich die Richtigkeit während dem Klettern von anderen Seilschaften bestätigen. Generell ist alles sehr viel gelassener und man lässt sich gerne Zeit und hilft wo es nur geht. Eben auch hier dringt der Bergsteigergedanken viel mehr durch als der Sportklettergedanken. Im Endeffekt ist der Weg das Ziel und ob nun ne' drei oder ne' vier, wenn man oben ist, ist man oben.

Generell ist die Hauptsaison für den Elbsandstein von Mai – Oktober. Bei gewissen sehr populären Wegen kann es an Wochenenden schon mal eng werden, dennoch ist das Gebiet so gross das man immer wieder stille Ecken findet. Am besten tastet man sich mit ein paar einfachen Wegen an die doch anspruchsvolle Routenfindungen und Absicherungen heran. Man kann leicht pro Tag mehrere Gipfel, Wege klettern. Die Ringe sind nie näher als 3-5 Meter, als Zwischensicherung vorhanden. Dazwischen kann nicht immer gelegt werden und es gibt einige sehr böse Routen, diese sind jedoch in der Regel im Kletterführer speziell erwähnt.
Die Absicherung erlaubt manchmal ein steigen von 30-40 Metern ohne Zwischensicherung, jedoch gibt es oft Bänder oder Kamine dazwischen wo man gut ruhen kann. Stürzen gehört hier in den leichten Wegen nicht zur Tagesordnung oder nur in besonders gut gesicherten Wegen. Standplätze werden zum Teil auch mit mobilen Sicherungsmittel gebaut. Auch muss den Begebenheiten vor Ort nochmals Beachtung geschenkt werden, der Abstieg muss ebenfalls sorgfältig geplant sein, da es meist auf dem grossen Gipfelplateau einen Abseilpunkt gibt zu diesem muss evtl. noch abgeklettert werden.

Alles in allem sollte die Seilhandhabung besser beherrscht werden denn grosse Schwierigkeitsgrade um sich rundum wohl zu fühlen. Viele Sanduhren können gefädelt werden, Knotenschlingen braucht es auch doch kamen in den letzten Jahren die sogennanten UFO hinzu welche das Handling bedeutend erleichtern. Es wird empfohlen neben dem Kletterführer und Gebietskarte, ein oder zwei UFO zu kaufen um somit standardmässig ausgerüstet zu sein. Bandschlingen braucht es lange und kurze in je dreifacher Ausführung, viele Einzelkarabiner und Schrauber, sowie lange Expressen eher für die klassischen Wege und kurze für die Wandklettereien. 8 Expressen reichen meist. Helm ist so ne Sache, richtige Sachsen lettern ohne, dafür mit Wollmütze und alter Kleidung mit welcher in den zuweilen engen Kamin echter Textileinsatz gegeben werden kann.

Die Kletterei ist absolut fantastisch und so viel Abwechslung auf so engem Raum gibt es selten irgendwo! Es ist alles schlimm bis zum ersten Mal, der Elbsandstein ist eine Reise wert!

Den Reisebericht mit Fotos folgt bald.

Boulderziele Osterfeiertage

Wer nun die bevorstehenden Osterfeiertage noch nicht verplant hat, nicht gerne im Stau steht oder einfach nur zu Hause verbringen möchte und dennoch nicht inaktive bleiben möchte dem sei ein Bouldergebiet vorgestellt im hügeligen Niemandsland. Selbstverständlich wollen wir hier nicht erzählen wie Mega das Gebiet ist zum Bouldern oder ja auch zum Klettern mit Seil bis 8m Höhe, denn als Scalamalade haben wir die Pflicht das zu servieren was auch gekocht ist. Das Gebiet kann es nie mit internationalen Boulderhotspots wie Cresciano, Chironico, Bleau, Valle di Mello auf nehmen. Der Steinhof in einer Solothurner Enklave gelegen zusammen mit dem Steineberg bieten kleine Halbtagesausflüge mit viel Wandern ein wenig Klettern oder Bouldern. Und dies nicht weit weg, wo auch einige Scalamalade Gründer ihre ersten Kletterschritte wagten. Für Familen, wieder Einsteiger oder einfach nur Geniesser ein idealer Ort um die Seele baumeln zu lassen.

Das komplette Topo kann beim topoverlag.ch für 20 CHF bezogen werden.