Übersicht

"Americaine directe" an der Petit Dru

Das Hoch über Pfingsten wollten auch Simon und Ich ausnutzen. Da sie extrem warme Temperaturen voraussagten, suchten wir eine geeignete Felsroute und stiessen auf die Americaine directe an der petit Dru. Eine sehr schöne Linie links von dem riesigen Abbruch im Jahre 2005. Vielleicht steht der Berg ja schon nächstes Jahr nicht mehr und so mussten wir es versuchen. Roman und Sebi waren auch begeistert von der Linie und so zogen sie mit. Mit dem Biwakzeugs im Rucksack wars uns dann doch zu mühsam zum klettern und so entschieden wir am Vorabend, die Route an einem Tag zu versuchen. Wir biwakierten kurz unterhalb vom Einstieg und starteten bereits um vier. Nach einem kurzen Verhauer am Einstieg fanden auch wir den richtigen Weg. Zu unserem Ärger war schon unten bei den einfachen längen so ziemlich alles nass. Als wir dann vor den schwierigeren Längen standen und die Risse nass und zum Teil sogar noch mit Schnee gefüllt waren, mussten wir wohl oder übel umdrehen. Die Westseiten brauchen wohl noch etwas mehr Sonne, damit alles trocken wird. Das kann’s jetzt nicht gewesen sein, sagten Simon und ich zueinander und so suchten wir auf dem Smartphone nach einer anderen Route an der Südwand der petit Dru. Schnell wurden wir mit der Route les Flammes du Désir fündig. Die anderen glaubten nicht mehr an einen Erfolg so starteten nur noch wir zwei. Doch es hatte sich wirklich noch gelohnt. Hammer Granit mit Rissen und Verschneidungen. So macht Chamonix Spass! Abends um halb 11 waren schliesslich auch wir wieder in Chamonix, doch das erhofft zubereitete Nachtessen von unseren Kollegen blieb aus. So mussten wir wohl oder übel noch in unsere Lieblingsbar einrücken und genossen noch eine Flasche Hausschnaps.

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Hasse / Brandler 7a+ in den Dolomiten

Sebastian, Janis und Ich (Roman) sitzen ausgeschlafen in einem Restaurant in Toblach und genießen unsere Pizza.
Gestern morgen um 4.30 starteten wir vom Parkplatz des Rifugio Auronzo zu unserer Tour. Dem breiten Wanderweg folgten wir bis an den Fuss der Nordwand der Grossen Zinne. Den Einstieg unserer geplanten Route, der Hasse / Brandler, erreichten wir gerade im ersten Tageslicht. Nach einem kurzen „Schnick-Schnack-Schnuck“ durfte Janis die ersten Seillängen dieser gewaltig steilen Wand vorsteigen.
Durch Verschneidungen, über Dächer und mit Quergängen erreichten wir nach acht Seillängen ein gutes Band, an welchem eine ziemlich stark überhängende Verschneidung beginnt. Da die kommenden Längen leider komplett nass waren, mussten wir uns wie anno 1958 die Erstbegeher in technischer Kletterei hocharbeiten. Der Unterschied bestand nur darin, dass die Schlaghaken mittlerweile 45 Jahre alt und ziemlich rostig sind. Da ist man schon froh hat es an jedem Stand ein Bohrhaken! Das kostet leider sehr viel Zeit da wir ja auch noch zu dritt unterwegs waren.
Nach diesen Schlüssellängen wurde es wieder etwas einfacher, aber nicht wirklich flacher. Einige Stunden später waren wir beim Wandbuch angelangt und freuten uns darüber, dass es nur noch vier Seillängen in einem Kamin hochgeht. Doch die Freude verschwand schnell wieder als wir den Stemmkamin zwei Längen später sahen. Das Wasser tropfte uns auf den Kopf und die Wände waren voll mit Moos überzogen. Da geht niemand freiwillig hoch! Nach einem Blick aufs Topo sahen wir, dass wir diesen Kamin glücklicherweise auch links umgehen können. So erreichen wir etwas später das Ringband, wo wir endlich aus den Kletterfinken in die bequemen Turnschuhe schlüpfen können. Über einfacheres Gelände kamen wir um 20 Uhr auf dem Gipfel der Grossen Zinne an. Schnell machten wir uns an den Abstieg, um die letzten Stunden des Tageslicht auszunutzen. Leider kam mit der Dunkelheit auch der Nebel und so war es ziemlich schwer den richtigen Weg zu finden. Nach einigen improvisierten Abseilmanövern gelangten wir dann doch noch auf den Weg, der uns zum Auto brachte. Ziemlich kaputt tranken wir die im Auto gebliebenen Wasserflaschen leer und schliefen sofort ein.

Am StandSebastian in der CruxTiefblickBeim WandbuchKurz vor dem GipfelEndlich geschafftAbendstimmung mit der Westlichen Zinne

Lenzspitze - Nadelhorn Überschreitung

Achtung, der folgende Bericht und die Bilder sind nicht aktuell:

Imposant sind die 4000er, die sich rund um Saas Fee in die Höhe erheben. Angela und ich (Matt) bestiegen die Lenzspitze 4294m über die Normalroute von der Mischabelhütte aus. Nach einer kurzen Nacht machten wir uns um etwa 03:30 Uhr auf in Richtung Hohbalmgletscher und querten dann nach Links (Osten) zum Beginn des durch Schnee und Eis bedeckten Grates. Man steigt über steile Firnfelder und Felspassagen aufwärts zum Gendarm (4091m, IV), von welchem man an einem bestehenden Standplatz abseilen kann. Weiter geht es von da an in eher brüchigem Fels bevor die letzten hundert Meter vor dem Gipfel wieder im Schnee bewältigt werden. Vom Gipfel kann man dann entweder über die Normalroute absteigen oder nordwestlich zum Nadelhorn 4327m traversieren. Wie entschieden uns für diese Option. Während dem Traversieren müssen insgesamt vier Gendarms erklettert werden, welche aber durch Abseilstellen gut und rasch passierbar sind. Der Abstieg vom Nadelhorn ist dann im Vergleich zur Normalroute und der Überschreitung relativ einfach und gemütlich. Was aber noch in die Beine (Knie) geht, ist der lange und steile Abstieg nach Saas Fee. Stöcke sind zu empfehlen. Super Tour!

Lenzspitze NorwandAbstieg vom NadelhornUlrichshornAngela auf dem NadelhornLenzspitze NorwandÜberschreitung NadelhornDomNadelhorn von der LenzspitzeAufstieg Lenzspitze NormalrouteAufstieg Lenzspitze NormalrouteAufstieg Lenzspitze NormalrouteAuf dem Hüttenzustiegin Saas Fee

Popey 7a, clean Juni 2014

Am Forscherstein in Wasserauen (AI), einem sehr kleinen Klettergarten in meiner Nähe, konnte ich (Roman) und Andy, vor einigen Wochen eines unserer Projekte realisieren.
Durch die linke, senkrechte Seite des 25 Meter hohen, gespaltenen Felsblockes zieht sich unter anderem eine plattige 7a Route, namens Popey. Mit unserem Rack an Friends und Keilen, suchten wir nach geeigneten Placements in der kompakten Wand... und fanden schließlich auch nach 4 Metern eine Schuppe für eine Schlinge. Etwas weiter oben waren zwei Risse für Keile und zu guter Letzt, etwa 7 Meter unter dem Stand fand sich noch ein feiner Riss für noch feinere Keile.
Nach mehrmaligem Auschecken der Schlüsselstellen und einigen Placements, konnten wir die Route beide clean klettern.

Die letzten MeterRoman in PopeyRoman in PopeyAndy in PopeyRoman in PopeyRoman in PopeyIn der ersten Schlüsselstelle

Klettern in der Gorges du Verdon

Die letzten zwei Wochen kletterten Sämi und ich (Matthias) in der berühmten Verdonschlucht. Zur Linken und Rechten der Verdon erheben sich die Felswände zum Teil mehrere hundert Meter und bieten somit einzigartige Klettermöglichkeiten. Berühmt ist die Verdon ebenfalls für die Art der Zustiege (über die Route abseilen), die meistens sehr kurz sind. Man parkiert also auf der Route des Cêtes, spaziert einige Meter zur entsprechenden Abseilstelle und seilt dann an den wirklich guten Ständen ab. Je nach Wetterbericht sollte man einen Plan B haben, damit man nicht plötzlich die Schlucht hinauslaufen muss. Camping- und Einkaufsmöglichkeiten bietet die kleine Ortschaft La Palud.

Les Extraterrestress 7aLes Extraterrestress 7aLes Extraterrestress 7aLes Extraterrestress 7aLes Extraterrestress 7aLes Extraterrestress 7aLes Extraterrestress 7aPlouff Plouff 7bPlouff Plouff 7bGorges du VerdonPlouff Plouff 7bPlouff Plouff 7bPlouff Plouff 7bPlouff Plouff 7bMimi Cracra 6bMimi Cracra 6bMimi Cracra 6bMimi Cracra 6bMimi Cracra 6bGorges du VerdonGorges du Verdon

Nachtausflug auf’s Bishorn (4153m)

Auch ich (Roman) wollte das Hochdruckgebiet in letzter Zeit ausnutzen und so packte ich am Montag nach der Arbeit schnell meine sieben Sachen, um den Zug nach Sierre zu erwischen. Dort traf ich dann auf Pascal und Andy und sehe schnell, dass auch sie bei jedem Gramm an Ausrüstung gespart haben...
Auf dem menschenleeren Bahnhof in Sierre binden wir die Skis an das Fahrradund und fahren in gemächlichem Tempo Richtung Val d’Anniversaire. Schnell geht es bergauf und wir haben die ganze Straße für uns. Nach gut 2.5 Stunden erreichen wir im Schein der Stirnlampen Zinal. Als die Loipe zuhinterst im Tal die Straße ablöst, wechseln auch wir unsere Velos mit den leichten Rennskis. Endlich raus aus diesem harten Sattel!
Die Felle gleiten gut, denn es ist saukalt und das Cola in meiner Flasche ist schon fast zu gefroren. So geht in der Spur stetig hinauf Richtung Capane de Tracuit. Bei Anbruch des Tages erreichen wir diese und gönnen uns eine Pause im Warmen. Die letzten 900 Höhenmeter auf dem Gletscher gehen wir angeseilt. Um 09:22 Uhr stehen wir nach 10 strengen Velo- und Ski-Stunden auf dem Bishorn! Doch noch ist es nicht vorbei, denn bei der Abfahrt durch den bruchharschigen Schnee müssen wir unsere letzten Kraftreserven mobilisieren, denn es ist wahrlich kein Spaß mit den schmalen Rennskis...

Sierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - Bishorn

Eiger Nordwand Heckmair Route

Simon und ich (Fabian) warteten schon einen Moment lang auf gute Verhältnisse am Eiger. gegen Ende Jahr gab es dann einige Durchstiege und so wollten auch wir diese Tour angehen. Das Wetter war stabil und so fuhr ich am Montag nach Grindelwald. Wir übernachteten im Gästehaus Eigergletscher, optimal für die Eiger Nordwand, da somit der Zustieg minimal ist. Nach einer kurzen Nacht stiegen wir dann voller Tatendrang in die Wand ein. Dank den bereits vorhandenen Spuren kamen wir gut voran und die Wegfindung war somit einfach. Unter dem schwierigen Riss seilten wir uns schliesslich an und gingen zügig weiter. Die Verhältnisse waren sehr gut. Beim Bügeleisen setzte dann die Dämmerung ein, bis dahin kletterten wir unter Vollmond. Die Rampe hatte ein bisschen viel Schnee, was aber nicht weiter störte. Mit zunehmender Höhe wurde der Tiefblick immer eindrücklicher, vor allem beim Götterquergang. Nach der Spinne wartete dann noch eine letzte Schlüsselstelle auf uns, der Quarzriss. Anschliessend gings in die Ausstiegsrisse, diese hatten wir uns kürzer vorgestellt. Das Gipfeleisfeld jedoch brachten wir schnell hinter uns. Am späteren Nachmittag erreichten wir dann den Gipfel des Eigers. Wir waren froh, in einem Tag durchgekommen zu sein. Abgestiegen wurde über die Westflanke, ebenfalls in guten Verhältnissen abgesehen von ein paar blanken Stellen ganz oben. Wir waren froh, als wir beim Eigergletscher eintrafen. In Grindelwald assen wir dann wieder mal etwas Richtiges und machten nicht spät die Lichter aus, ich musste schliesslich am Mittwoch wieder arbeiten.

Eiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair Route

Happy new year 2014 und Wandkalender Scalamalade!

Zum neuen Jahr wünscht euch das Scalamalade Team alles Gute!

Auf ein grossartiges Kletterjahr!
Damit euch während der kletterfreien Zeit die schönen Augenblicke nicht all zu fern sind hat das Scalamalade Team einen Wandkalender gestaltet. Erfreut euch der 13 einmaligen Bildern vom Klettern in den Bergen!
Zu bestellen unter http://products.scalamalade.com/de/produkte.html?page=shop.browse&catego... für 25 Franken. Wer einen Einkauf von Scalamalade Bekleidung und/oder DMM Magnesium tätigt im Warenwert von 150 CHF bekommt den Wandkalender geschenkt!

Happy new year, da kann doch gleich nochmals angestossen werden!

North Shore, Adelboden

Letzte Woche wollten auch wir (Sebi und ich, Fabian) unsere Eisklettersaison beginnen. Wegen der momentan sehr hohen Temperaturen ist das Eis im Wallis noch ziemlich rar. Am Vorabend erfuhren wir, dass die Verhältnisse in Adelboden erstaunlich gut seien. So schliffen wir am Abend noch unsere Pickel und Steigeisen und am Morgen fuhren wir dann wieder einmal durch den Lötschberg ins Berner Oberland. Zuerst befürchteten wir, dass wir wohl nicht die erste Seilschaft wein werden, doch dem war nicht so.
Die Zustiegszeit entsprach nicht ganz der Beschreibung im Topo und so waren wir schon bald beim Einstieg von dem Eisfall North Shore. Das Eis war unten nicht sehr dick, doch problemlos zu klettern. Die Schwierigkeiten sind anhaltend moderat , zum Schluss wartet noch eine knackige Säule, die schönste Länge.
Unter der Säule warteten wir dann noch auf die untere Seilschaft, da sie direkt unter uns kletterten und so Eisschlag ausgesetzt waren. Als wir dann am abseilen waren, starteten sie bereits die Säule zu klettern... Ein riesiger Eisblock löste sich und mit Glück kamen wir nur mit ein paar blauen Flecken davon...

Alles in allem war es ein gelungener Saisonstart.

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Bouldertrailer "Häb dä siech"

Für all jene welche gerne den warmen Glühwein am Kamin geniessen und trotzdem schweissige Finger möchten.
Unter folgendem Link http://vimeo.com/81990935 bietet Kurt Hötzel einen kurzen Trailer zum Bouldern in der Schweiz.

Die Crème de la crème der Schweizer Boulderer wie die Topspots werden darin angekündigt! Der Film soll im Frühjahr 2014 erscheinen. Mit dabei Pesche Wütrich, Stefan Schiebli, Bärti Wüersch.
Auch Sandro Niklaus wurde im Blausee aufgenommen. (Wir freuen uns das das Grottentraining in Langenthal nicht umsonst war! Schöne Sändu!)

PS: Die Weihnachtsaktion bei Scalamalade ist immer noch am laufen!!

Liebe Kletterbegeisterte, liebe Boulderfreunde

für noch kurze Zeit offeriert euch Scalamalade die Weihnachtsaktion! Shoppt auf http://products.scalamalade.com - unschlagbare Preise für super Kletterbekleidung!

Weiter bieten wir neu Magnesium von DMM auf unserer Webseite an! Für unter CHF 10.- erhältst Du 250g Magnesiumcarbonat von feinster Qualität (exkl. Versandkosten).

Wir wünschen allen eine frohe Weihnachtszeit und viel Spass und Freude beim Skifahren, Eisklettern oder Hallenklettertraining!