Übersicht

Bloczone Contest - 6. Oktober 2012

Am Samstag dem 06. Oktoner 2012 findet in der Boulderhalle Bloczone in Givisiez bei Fribourg ein Bouldercontest statt. Weitere Infos findet Ihr hier.

Frendopfeiler Aiguille du midi

Letzthin war ich (Fabian) in Chamonix am Mehrseillängen klettern. Ab und zu schaute ich herüber zur Aguille du Midi wo mir ein markanter Pfeiler ins Auge stach. Durch einen Ortskundigen wurde mir gesagt, dass es sich um den Frendopfeiler handelt. 1200m hoch, unten Kletterei in bestem Granit, oben Eis und kombiniertes Gelände. Von der Linie fasziniert, war ich ein paar Tage später bereits wieder in Chamonix mit Ziel Frendo. Mit Phillip fuhr ich gegen Mittag gemütlich vom Wallis los. In Chamonix angekommen, mussten wir feststellen, dass die Bahn wegen angeblichem Wind geschlossen hat. So hatten wir einen 2 Stunden Marsch zur Plan d’Aguille vor uns. Am nächsten Morgen gings dann unter Sternenhimmel los, zuerst über eine Moräne auf den Gletscher zum Fuss der Wand. Wir trafen dort auf sehr gute Verhältnisse, so konnte im unteren Teil praktisch alles ohne Eisen geklettert werden. Abgesichert wird alles selber, so machten wir zum Teil Seillängen, zum teil gings gleichzeitig. Nach einer Weile kam man auf einen kleinen Vorsprung, dort trafen wir auf 2 Engländer, die einzigen neben uns in der Wand. Weiter gings durch ein kurzes, steiles Couloir hinein in das letzte Teilstück im Fels. Wieder wurden ein paar Seillängen einzeln geklettert. Das Gelände wurde immer schwieriger, doch mit Friends war dies gut abzusichern. Weiter trafen wir auf das erste Eis, wir entschieden uns jedoch rechts im Fels weiterzuklettern. Mittlerweile wurde es hell und die Aussicht war grandios. Zügig gingen wir weiter, bis auf den zweiten Absatz. Hier befindet sich ein perfekter Biwakplatz der von vielen genutzt wird. Eine Einbuchtung im Fels, auf 2 Seiten 1000m Abgrund und perfekte Aussicht. Trotzdem verweilten wir nicht lange, da wir es in einem Tag klettern wollten.
Nun wechselt man in kombiniertes Gelände. Zuerst über einen Schneegrat in den letzten grossen Aufschwung. Dieser wurde immer Steiler, doch die Eisgeräte griffen super. Wir kamen zügig voran und schon bald waren wir bei der letzten Eislänge angelangt. Gemütlich gings dann noch den Grat hinüber zur Seilbahn. Dort angekommen, wurden wir von den ganzen Touristen bestaunt und fotografiert. Wir mischten uns darunter, so hatten wir einen sehr schnellen Abstieg mit der Bahn. Wieder in Chamonix angekommen blickten wir von der Gartenterasse aus noch einmal auf diese geniale Tour zurück und genossen ein kühles Bier.

Climbing!The weatherTemplate2012_1Template2012_2

Gemini, Wendenstöcke

Nach einem gemütlichen Abend mit Bier, Chips und Pasta im Mährenbiwak stiegen Jönu und ich (Nicu) in die Route Gemini ein. Wir wollten das Projekt von letzter Woche beenden. Damals waren wir in der Route Coelophysis und mussten am zweiten Tag auf dem grossen Biwakband auf Grund von Gewittern umkehren. Nun wollen wir über die Route Gemini wieder in den 2. Teil der Coelophysis einsteigen, um sie fertig zu klettern.
So packten wir am frühen Morgen unseren Haulbag und gingen die wenigen Meter zum Einstieg.
Nach zwei einfachen Einstiegslängen kam die erste 7b+ Schlüsselseillänge. Super steile Kletterei an grossen Griffen. Ich konnte sie auf anhieb onsight klettern und Jönu im Nachstieg flashen. Die zweite Schlüssellänge eine technische 7c+ konnten wir leider nur mit ein/zwei Stürzen klettern. Der Rest der Route konnten wir problemlos sturzfrei klettern. Wir waren ziemlich schnell unterwegs, so dass wir uns eine lange Siesta im 1. Biwak der Coelophysis gönnten. Nach einem anschliessenden Kaffee auf der Sonnenterrasse fixierten wir noch zwei Seillängen der Coelophysis. Am nächsten Morgen stiegen wir mit einem leichten Rucksack in der Coelophysis weiter. Wir kannten diese Längen nach dem Biwak bereits, sodass wir sie trotz den grossen Ranouts zügig klettern konnten.
Wir waren schon früh im 2. Biwak angekommen, aber leider konnten wir nicht weiter klettern. Die nächsten zwei Seillängen waren komplett nass. Jönu versuchte es trotzdem, musste jedoch aufgeben.
So seilten wir noch vor Mittag ab und stiegen zurück auf die Wendenalp, wo wir unsere Bikes nahmen und nach Innertkirchen düsten.
Gemini ist eine lohnenswerte Route im Sektor Eiserner Vorhang. Die Absicherung ist gut und die Felsqualität ist durchwegs hervorragend.
Auch der erste Teil der Coelophysis ist super. Jedoch wird hier die Psyche gefordert. Die Hakenabstände sind weit und Stürze können teilweise Verletzungen zufolge haben.

Gemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by JonasGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by JonasGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by JonasGemini, Wendenstöcke, SwitzerlandGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by NiccuTemplate2012_1Gemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by NiccuGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by NiccuGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by NiccuGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by NiccuGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by NiccuGemini, Wendenstöcke, Switzerland ¦ Photo by Niccu

Boulder Trophy Final - Kraftreaktor Lenzburg

Am kommenden Freitagabend findet in der neuen Boulderhalle im Kraftreaktor das Finale der Boulder Trophy statt. Weitere Info auf www.kraftreaktor.ch

Der Küchenmeister

Am frühen Morgen steigen Mac und ich (Nicu) zur Titlis Nordwestwand hoch. Es ist sehr warm und der Schweiss tropft nur so von unseren nackten Oberkörpern. Nach einem zwei Stündigen Marsch befinden wir uns am Einstieg der Route „Der Küchenmeister“. Kurz noch eine Kleinigkeit essen und dann steigt Mac bereits in die erste Seillänge ein. Der Fels ist sehr strukturiert und bietet steile Hänkelkletterei. Die nächsten zwei Seillängen steige ich vor. Es ist eine 6c und eine 7a Länge. Die Schwierigkeiten beschränken sich jeweils auf ein bis zwei überhängende Boulderestellen. Nach einer kurzen 3b Länge und einer kleinen Pause kommt bereits die 7b Schlüsselseillänge. Auch hier sind nur zwei Einzelstellen wirklich schwer. Der Rest ist pure Genusskletterei an grossen Griffen. Den Abschluss macht eine 6a. Leider wird hier der Fels etwas brüchiger jedoch ist sie noch spannend zum Klettern, weil es nur wenige Bohrhaken gibt. Ich konnte alle schwierigen Seillängen im onsight klettern. Die einfachen Längen konnte ich flashen. Vielleicht war es die erste onsight/flash Begehung?
Die Temperaturen in der Wand waren sehr angenehm und ich war teilweise froh, am Standplatz meine superleichte Downenjacke anzuziehen. Die Route ist nicht sehr lang, bietet aber schöne Kletterei. Sie ist ideal wenn das Wetter nicht top ist oder Gewitter angekündigt sind. Wieder unten am Einstieg angekommen waren wir bereits wieder am schwitzen. Abgerundet wird dieser Tag mit einem kühlen Bier in Engelberg.

Der Küchenmeister, Titlis, Switzerland ¦ Photo by NicuDer Küchenmeister, Titlis, Switzerland ¦ Photo by NicuDer Der Küchenmeister, Titlis, Switzerland ¦ Photo by Nicu, Titlis, SchweizTemplate2012_1Der Küchenmeister, Titlis, Switzerland ¦ Photo by NicuDer Küchenmeister, Titlis, Switzerland ¦ Photo by NicuDer Küchenmeister, Titlis, Switzerland ¦ Photo by NicuTemplate2012_2

Sagittarius Grimselklassiker

Grimsel ist DAS Klettergebiet der endlosen Schleicherplatten. Seit den frühen achtziger Jahren wurde das unendliche Potential herrlicher Kletterrouten erschlossen. Ob Eldorado, Handegg und Gelmerfluh, die verschiedenen Gebiete im Grimsel locken sehr viele Kletternde aus aller Welt an. Wen wundert es? Gibt es doch immer wieder neue Klassiker zu beklettern und zu entdecken. Nachdem der erste Klassiker der neueren Sportklettergeschichte mit der Fair Hands Line im Jahre 1978 begangen wurde kam das Eldorado hinzu. Welches alles zuvor da gewesene in den Schatten stellte. Später verlagerte sich das Spielfeld in die verschiedenen Wände und die Routen schossen wie Pilze aus dem Boden, einige der beliebtesten und schönsten Touren sind seither s’Traugottli an der Schwarzbrunnenfluh , Abadia an der Mittagfluh und die Sagittarius an der Gelmerfluh. Genau für letzte hat sich Jan entschieden und ich (Guido) habe mich sofort bereit erklärt in zu begleiten. Die Route über 13 Seillängen führt nach drei Warm-up Seillängen im unteren Teil über wunderschöne abwechslungsreiche Platten –und Risskletterei. Die letzten vier Längen sind luftig und an knubbliger Granitstruktur welche zum Genussklettern einladen. Die Route ist hervorragend abgesichert und zum abseilen eingerichtet. Für die gesamte Tour ist mit 6 Stunden zu rechnen.

Sagittarius 6bJanTemplate2012_1Longsleeve Shirt ScalamaladeJan on pitch n°6 "The black edge"Guido on the traverseWho loves slab climbingA view backwardsJan on the second last pitch 5bJan enyoing the climb on the airy upper part

Arête spéciale

Bei sommerlichen Temperaturen erfreuen wir uns den schönen Klettergelegenheiten in der Schweiz. Eine der schönsten Klettereien im Jura welche ich (Guido) im Frühling dieses Jahres mit Jan unternommen habe möchte ich Näher vorstellen. Der Spezgrat oder korrekt französisch Arête spéciale nahe von Moutier schwingt sich kühn aus der Tief eingeschnittenen Klus hoch. Auf 300 Klettermetern erklimmt man in bestem Kalk den schmalen Grat mit atemberaubendem Tiefblick. Die Kletterei ist nicht ganz so plaisir abgesichert wie man es sich üblicherweise von einer Juratour im fünften Schwierigkeitsgrad gewohnt ist. Der kleine Klettersteig zum Einstieg wie auch der Abstieg rundet die Tour ab. (Abstieg: 30 Minuten,Turnschuhe nicht vergessen!)

Arête spèciale, Jura, SwitzerlandArête spèciale, Jura, SwitzerlandArête spèciale, Jura, SwitzerlandArête spèciale, Jura, SwitzerlandArête spèciale, Jura, SwitzerlandArête spèciale, Jura, SwitzerlandCH_Jura_Arête spèciale, Jura, SwitzerlandArête spèciale, Jura, SwitzerlandTemplate2012_1

Scalamalade Aktion Damen Hoodie "Crimps cure manicure"

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Das Hoodie Crimps cure manicure ist eines der Highlights der Kollektion 2011. Der taillierte Schnitt passt sich perfekt dem Körper an und bietet einen angenehmen Tragkomfort ob beim Zustieg oder beim Regenerieren nach dem Klettern. Der Reissverschluss erlaubt ein schnelles rein und raus schlüpfen. Mit frechem bunten Rückenprint und Logostickerei!

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Chervet- Rippe, Breithorn 3780m

Um Verwechslungen zu vermeiden wird das Breithorn oberhalb von Lauterbrunnen oft als das Lauterbrunner Breithorn bezeichnet. Dominierend krönt es den Abschluss des Lauterbrunnentales.
Wir (Mätthu, Elia und Sämi) entscheiden uns für die Ostrippe der Nordwand, auch Chervet-Rippe genannt. Am Samstagnachmittag stiegen wir mit schwer bepackten Rucksäcken und am Wetter angepassten Badistyle-Bekleidung (Flipflops und Badehosen) von Stechelberg zur Schmadrihütte hinauf. Trotz der leichten Bekleidung kamen wir total verschwitzt bei der Hütte an. Nach einem gediegenem Abendessen, mit der Anwesenheit eines Steinbock (siehe Foto), studierten wir im Abendrot noch die geplante Auf- und Abstiegsroute. Früh am kommenden Morgen machten wir uns auf den Weg. Sehr eindrücklich waren die Gletscherabbrüche und die zerrissenen Gletscher, die wir auf dem Aufstieg zur Rippe passierten. Die Rippe war anfangs ziemlich brüchig wurde aber zum Glück gegen oben immer kompakter. Die Kletterei war interessant und immer wieder gespickt mit abschüssigen Schneegräten. Für Camps und Keile gibt es viele gute Möglichkeiten sie zu setzen. Auf dem Gipfel angekommen stiegen wir über den Westgrat zur Wetterlücke ab, querten wir den Wetterlückengletscher und anschliessend vom Sporn durch das Couloir hinab auf den Breihorngletscher. Auf der Schmadribachebene erholten wir uns und waren überglücklich, dass wir von den mächtigen Gletscherabbrüchen, die während dem Abstieg wie eine Arena um uns standen, verschont blieben.

(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)Auf dem GipfelgratTemplate2012_2Auf dem Gipfelgrat (Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)Die Chervet- Rippe ist in der Mitte ersichtlich(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)Beim Kochen mit dem Steinbock im Hintergrund (Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)(Lauterbrunner Breithorn, Switzerland ¦ Photo by Sämi)Template2012_1

Troja, Wendenstöcke

In den letzten Wochen konnte man die Anzahl der schönen Tage praktisch an einer Hand abzählen. Dann endlich, dieses Wochenende war das Wetter wieder einmal schön und wir (Björn und Nico) konnten für das erste Mal in diesem Jahr in die Wendenstöcke fahren. Die Wahl der Route war schnell getroffen, denn es war noch ziemlich viel nass. Somit entschieden wir uns für „Troja“. Am heutigen Morgen waren wir die Ersten die den Weg durch die zahlreichen Schneefelder zum Einstieg suchten. In gut 1 1/2 Stunden erreichten wir den Einstieg. Im unübersichtlichen Gelände erneuerten wir noch die Steinmandli, damit die Wegfindung für nachfolgende Seilschaften einfacher ist.
Der Vorbau vom Exkaliburpfeiler ist immer wieder eine mühsame Sache. Nach diesen zwei Seillängen startet die eigentliche Route Troja. Sie ist eher anhalten und die Schwierigkeitsgrade bewegen sich zwischen 6c+ und 7a+. Die Absicherung ist nicht schlecht, jedoch muss man ab und zu noch einige Meter klettern bis man wieder clippen kann. Es empfiehlt sich Camalots mitzunehmen. Die Grössen 0.25-0.75 kommen oft zum Einsatz. Einmal muss man sogar noch einen Standplatz mit Keilen und Cams verbessern, weil der alte Schlaghacken ausgebrochen ist.
Die erste Seillänge ist mit Abstand die schönste. Der Fels lässt nichts zu wünschen übrig. Kompakt und schöne technische Genusskletterei erwarten die Kletterer. Die restlichen Seillängen sind auch super schön, abgesehen von zwei leicht brüchigen Passagen, die es leider auch in den Wendenstöcken geben kann. Gegen den Schluss der Route wird es zur Abwechslung noch etwas überhängend und die Kletterei wird athletischer.
Die letzte Seillänge ist für die Psyche noch anspruchsvoll. Im neuen Topo ist jetzt ein „Expo“ vermerkt, jedoch ist sie nicht viel anspruchsvoller als die anderen Längen. Wir konnten beide die Route sturzfrei klettern. Somit ist dies ein perfekter Start in den alpinen Sommer.
Abgeseilt wird über die kürzlich sanierte Route „Exkalibur“.
Der geniale Tag wir noch mit einem kühlen Bier, einem feinen Nachtessen und einer Partie „die Siedler“ abgerundet. Ein grosses Merci an Melli, die unschlagbare „Siedler“ Spielerin, die für uns kochte!

(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)(Troja, Wendenstöcke, Berner Oberland, Switzerland ¦ Photo by Niccu)