Frendopfeiler Aiguille du midi

Letzthin war ich (Fabian) in Chamonix am Mehrseillängen klettern. Ab und zu schaute ich herüber zur Aguille du Midi wo mir ein markanter Pfeiler ins Auge stach. Durch einen Ortskundigen wurde mir gesagt, dass es sich um den Frendopfeiler handelt. 1200m hoch, unten Kletterei in bestem Granit, oben Eis und kombiniertes Gelände. Von der Linie fasziniert, war ich ein paar Tage später bereits wieder in Chamonix mit Ziel Frendo. Mit Phillip fuhr ich gegen Mittag gemütlich vom Wallis los. In Chamonix angekommen, mussten wir feststellen, dass die Bahn wegen angeblichem Wind geschlossen hat. So hatten wir einen 2 Stunden Marsch zur Plan d’Aguille vor uns. Am nächsten Morgen gings dann unter Sternenhimmel los, zuerst über eine Moräne auf den Gletscher zum Fuss der Wand. Wir trafen dort auf sehr gute Verhältnisse, so konnte im unteren Teil praktisch alles ohne Eisen geklettert werden. Abgesichert wird alles selber, so machten wir zum Teil Seillängen, zum teil gings gleichzeitig. Nach einer Weile kam man auf einen kleinen Vorsprung, dort trafen wir auf 2 Engländer, die einzigen neben uns in der Wand. Weiter gings durch ein kurzes, steiles Couloir hinein in das letzte Teilstück im Fels. Wieder wurden ein paar Seillängen einzeln geklettert. Das Gelände wurde immer schwieriger, doch mit Friends war dies gut abzusichern. Weiter trafen wir auf das erste Eis, wir entschieden uns jedoch rechts im Fels weiterzuklettern. Mittlerweile wurde es hell und die Aussicht war grandios. Zügig gingen wir weiter, bis auf den zweiten Absatz. Hier befindet sich ein perfekter Biwakplatz der von vielen genutzt wird. Eine Einbuchtung im Fels, auf 2 Seiten 1000m Abgrund und perfekte Aussicht. Trotzdem verweilten wir nicht lange, da wir es in einem Tag klettern wollten.
Nun wechselt man in kombiniertes Gelände. Zuerst über einen Schneegrat in den letzten grossen Aufschwung. Dieser wurde immer Steiler, doch die Eisgeräte griffen super. Wir kamen zügig voran und schon bald waren wir bei der letzten Eislänge angelangt. Gemütlich gings dann noch den Grat hinüber zur Seilbahn. Dort angekommen, wurden wir von den ganzen Touristen bestaunt und fotografiert. Wir mischten uns darunter, so hatten wir einen sehr schnellen Abstieg mit der Bahn. Wieder in Chamonix angekommen blickten wir von der Gartenterasse aus noch einmal auf diese geniale Tour zurück und genossen ein kühles Bier.

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