Märmelibahn an der Eigersüdwand

Die Route Märmelibahn an der Eigersüdwand ist mit ihren 22 Seillängen und ungefähr 800 Meter Wandhöhe, eine der eindrücklichsten Sportklettereien im Berner Oberland. Ende August 2012 fuhren Fabio und ich (Matthias) mit der Jungfraujoch Bahn hinauf zur Station Eismeer und stiegen durch den Tunnelstollen hinab zum Tor, das auf den Fieschergletscher führt. Nachdem wir den Gletscher zur Eigersüdwand in etwa 30 Minuten überquert hatten, stiegen wir mit zwei vollen Rücksäcken in die Tour ein. Die ersten drei Seillängen sind senkrecht und zum Teil sogar leicht überhängend. Anschliessend folgen drei einfachere Seillängen (3. bis 5. Grad), die wir geschwind hinter sich brachten. Nun wird die Wand wieder steiler und fantastische Wasserrillen zieren den Fels. Nach den ersten elf Seillängen kommt man auf das Biwakband, auf welchem wir es uns bequem machten. Das Biwak ist mit einem Kocher (funktioniert zwar nicht mehr richtig), einer Pfanne, einem Schlafsack, einem Biwaksack und zwei Matten, sowie anderen Kleinigkeiten ausgestattet. Zudem ist es mögllich mit etwas Vorsicht auf dem Band herumzulaufen und bleibt sogar bei Regen und Gewitter trocken und wohlauf. Zudem habe ich im Biwak noch eine fast neue Scalamalade Hose hinterlegt. Wer sie findet kann die Hose behalten;)

Nach einer angenehmen Nacht mit erstklassiger Aussicht auf Schreckhorn, Lauteraarhorn, und das Fiescherhorn, kletterten wir am nächsten Tag weiter. Es folgen wunderschöne Seillängen, die verschiedenste Klettertechniken erfordern. Wie schon in den ersten elf Seillängen sind bei schwierigen Stellen und wenn man nicht selber absichern kann meistens ein oder mehrere Bohrhaken vorhanden. Wenn keine Bohrhaken vorhanden sind, dann braucht man zum selber Absichern mindestens einen Satz Keile und Friends. Da man oft in Wasserrillen absichert, sind auch grosse Friends (Cams 1 bis 3) nicht fehl am Platz. Speziell auf die 19. Seillänge kann man sich freuen. Diese führt über eine super Wandkletterei an Leisten, weiter durch einen beinahe Körperriss und endet an unglaublichen Wasserrillen.

Zuoberst angekommen wechselte das Wetter und es fing an zu schneien. Zügig machten wir uns ans Abseilen und erreichten gegen 19:00 Uhr wieder das Biwak. Nach einer weiteren Nacht auf diesem Felsband seilten wir am frühen Morgen weiter ab und erreichten anschliessend gegen 10:00 Uhr die Station Eismeer. Hungrig machten wir uns ans Kochen und breiteten im Stollen alles Material zum Sortieren und Trocknen aus. Als dann die Touristen, die auf das Jungfraujoch fuhren, ihren Zwischenhalt hatten, staunten sie nicht schlecht und hielten uns sogar für einen Teil der Attraktion.

Die Route ist sehr zu empfehlen und wir danken den Erschliessern Resu Leibundgut und Sacha Wettstein für diese tollen Tour! Das Topo ist hier (http://www.toprope.ch/de/download/topos/topo_maermelibahn.pdf) erhältlich. Für Informationen stehen wir allen Interessierten natürlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

areas@scalamalade.com

Eiger und MönchStation EismeerWieder auf dem GletscherAbseilen vom BiwakSicht auf Schreckhorn und LauteraarhornAbseilen ins Biwak am Ende des ersten TagesEs beginnt zu schneienDone:)Matthias klettert die zweit letzte SeillängeWo geht's weiter?:)Der Quergang nach dem BiwakDer Quergang nach dem Biwak (Schreckhorn im Hintergrund)Template2012_2das bescheidene Biwakunser ZnachtDie Wundertüteim oberen Teil der Route MärmelibahnFabio in der dritten SeillängeFabio in der ersten SeillängeAm EinstiegDie Eigersüdwand:)Template2012_1Station EismeerFabio mit Jungfrau im HintergrundAdvertisingMatthias auf der Kleinen Scheidegg