Schwarzmönch update 2014

Es war wieder soweit! Schwarzmönch!
Nach Vorarbeiten im Oktober 2013 zeigt sich der Altweibersommer von seiner schönsten Seite. So waren die Rücksäcke und die Büchse (Originalkommentar vom Postautochauffeur) schnell gepackt, doch oh weh, sie sind zu schwer!! An ein Klettern mit solch Säcken ist nicht zu denken. So wird die Variante zum Biwak hochzulaufen ins Auge gefasst. Und welch Überraschung, das gut markierte Weglein, obwohl steil, windet sich elegant und schön abwechslungsreich in die Höhe und wir (Guido und Angelo) erreichen das Biwak in 3h. Das Biwak wurde nun bequemer gestaltet, mehr Fläche zum Sitzen und Schlafen sowie das 60l Fass, sogenannte Büchse, deponiert. Das Klettern am Sonntag verlief dann katastrophal! Wir waren so verdammt langsam, zu schwerer Haulbag zum Nachziehen. Der Haulbag liessen wir dann nach drei Stunden „Wrestling with a pig!“ am Stand der 9. Seillänge zurück und entschieden uns nur noch Hakenmaterial beim Umkehrpunkt bei Seillänge 14 zu deponieren. Von nun an ging es flott voran hochklettern und gleich wieder abseilen, so dass, obwohl kaputt und fluchend keinen Zentimeter weiter neu eröffnet zu haben, wir das Biwak auch wieder verliessen um selbentags via Abseilen über den Vorbau ins Tal zurückkehrten.

Um 21:00 waren wir mit Schürfungen und Blasen an Händen, Armen und Füssen an der Schilthornbahnstation und gossen gleich ein Halbeli Weisswein rein um den Ärger unserer Fehlplanung zu vergessen. Lange Leidensgeschichte, kurzer Sinn. Als mehr als vor 10 Jahren das Projekt Schwarzmönch angefangen wurde,wächst die Utopie eines Husarenstückes bei jedem neuen Anlauf. Ja es sind nur 5 schwere Längen, dann geht es flott bis auf den Mönchsbüffel und dann ist es nicht mehr weit. Jaja, wer sagt so was! Vielleicht wird es unmöglich das Ding zu überwinden, vielleicht sind es nicht 5 Längen oder 8, vielleicht wird der Fels sehr schlecht! Das Projekt im Traum bereits bezwungen, in Realität ein Debakel. Die Utopie weicht der Realität nicht! Auch wenn nun vieles vorbereitet ist, es braucht ruhig Blut, viel Geduld, gutes Wetter, Megamotivation zum Leiden und ein perfektes Packmass!
Die Schwarzmönch Geschichte ist wieder um einige legendäre Anekdoten reicher geworden.
Bis oben ist es noch weit!

Schwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, StechelbergSchwarzmönch, Stechelberg

Kommentare

Mo, 20.10.2014
Guido

Büchse