Alpin

Oldschool am Gross Turm - Gastlosen Nord

Nach langen schweren Minuten des innehalten kam uns folgender Gedanken.
Wenn auch wir (Guido & Jan) noch so angeschlagen und verletzungsbedingt seit mehreren Wochen nicht mehr trainieren können es muss jetzt einfach was gehen. Wer arbeiten kann, kann auch klettern gehen. Umgekehrt ist dies nicht immer der Fall))
Da die verschiedenen Verletzungen nicht vom Klettern sind sollte die Belastung schon gehen. Das wir dann mit der La 1ère à Emile Sonney einen Oldschool Klassiker im soliden 7. Franzosengrad wählten war die Folge einer aufgestauten Kletterabstinenz. Wenn schon klettern dann luftig, stotzig und schwer! Die Route am Gross Turm in den Gastlosen Nord eignet sich hervorragend als Eintages -Sommerziel. Man klettert angenehm am Schatten, zudem offenbart das Risssystem Kühlung aus dem Berginnern.
Die Route beginnt plaisirmässig mit 6a und sehr guter Absicherung, wechselt jedoch abrupt mit jeder Seillänge. So geht die 6c schon kräftemässig ordentlich zur Sache. Die Bohrhaken sind zahlreich bei Abständen von 3-4 Metern. Bei der 7a ist dann die Kühnheit der Linie nicht zu übertreffen und unsere Schmerzen waren wie weggeblasen. Die 50 Meter Seillänge verlangt vollen Einsatz und ist sehr ausdauernd. Rastpositionen sind nach den ersten 10m keine mehr anzutreffen, die Linie gut zu lesen jedoch bewegungstechnisch und psychisch nicht ohne. 5 Meter ob dem Haken sollte immer noch solide im 6b+ Schwierigkeitsgrad vorgestiegen werden ohne schmerzhafte Stürze in Kauf zu nehmen.
Die nachfolgende 6a+ Länge verlangt den Einsatz von kleinen Friends oder Keilen. Die Bewertung ist nicht geschenkt!

Das Klettern einer solchen Route ist einfach unbeschreiblich, nach so viel Entzug. Obwohl es für Jan ein wenig zu streng war, diesen wirklich zu empfehlenden Klassiker wird auch er nicht so schnell vergessen und dies im positiven Sinn. Und auch für mich war diese Route eine der besten in den Gastlosen! Die Risse, wechseln mit sehr schöner Kanten und Wandkletterei ab. Das Abseilen geht rassig ab dem 5. Stand in dreimal abseilen.

Ich hoffe das Training kann schon bald wieder aufgenommen werden. Wir sind bereit für noch grössere Abenteuer!

Dent de SavignyView back towards BulleJan are you ready?Finishing a 6c crack from a splendide beauty!The 7a pitch from the belayGreat succes!Steep wall with some extreme routesView back to pitch 5, 6a!RüdigenspitzGross Turm

Sonntagsausflug aufs Stockhorn 2190m

Kurz vor Weihnachten nutzten Simon und ich (Roman) den freien Sonntag und das schöne Wetter und fuhren nach Erlenbach im Simmental. Hier nahmen wir die Luftseilbahn zum Stockhorn hinauf. Von der Bergstation ging es dem zugeschneiten Wanderweg entlang hinunter, bis zum Wandfuss der kleinen Nordwand des Stockhorns.
Die Pickel und Steigeisen waren bald montiert und so kletterten wir los. Das Gelände ist zwar keineswegs schwer, doch um sich Anfangs Winter wieder ein bisschen an die Pickel zu gewöhnen ist es optimal. So erreichten wir auch schon bald den Gipfel, wo wir nicht nur die Sonne sondern auch das schöne Panorama genossen.
Da der Tag noch jung war entschlossen wir uns, gleich nochmals abzusteigen und noch den Westgrat zu machen. Dieser entpuppte sich als ebenso schön, doch so einfach, dass wir das Seil gar nicht mehr hervorholten. Umso weniger Verständnis hatten wir folglich für die endlos vielen Bohrhaken auf diesen kurzen Grat. Auf dem Gipfel angekommen, nahmen wir die nächste Bahn und machten uns gemütlich auf den Heimweg.

Stockhorn NordwandStockhorn NordwandAussicht auf den ThunerseeStockhorn NordwandSimon am WestgratSimon am Westgrat

Schwarzmönch update 2014

Es war wieder soweit! Schwarzmönch!
Nach Vorarbeiten im Oktober 2013 zeigt sich der Altweibersommer von seiner schönsten Seite. So waren die Rücksäcke und die Büchse (Originalkommentar vom Postautochauffeur) schnell gepackt, doch oh weh, sie sind zu schwer!! An ein Klettern mit solch Säcken ist nicht zu denken. So wird die Variante zum Biwak hochzulaufen ins Auge gefasst. Und welch Überraschung, das gut markierte Weglein, obwohl steil, windet sich elegant und schön abwechslungsreich in die Höhe und wir (Guido und Angelo) erreichen das Biwak in 3h. Das Biwak wurde nun bequemer gestaltet, mehr Fläche zum Sitzen und Schlafen sowie das 60l Fass, sogenannte Büchse, deponiert. Das Klettern am Sonntag verlief dann katastrophal! Wir waren so verdammt langsam, zu schwerer Haulbag zum Nachziehen. Der Haulbag liessen wir dann nach drei Stunden „Wrestling with a pig!“ am Stand der 9. Seillänge zurück und entschieden uns nur noch Hakenmaterial beim Umkehrpunkt bei Seillänge 14 zu deponieren. Von nun an ging es flott voran hochklettern und gleich wieder abseilen, so dass, obwohl kaputt und fluchend keinen Zentimeter weiter neu eröffnet zu haben, wir das Biwak auch wieder verliessen um selbentags via Abseilen über den Vorbau ins Tal zurückkehrten.

Um 21:00 waren wir mit Schürfungen und Blasen an Händen, Armen und Füssen an der Schilthornbahnstation und gossen gleich ein Halbeli Weisswein rein um den Ärger unserer Fehlplanung zu vergessen. Lange Leidensgeschichte, kurzer Sinn. Als mehr als vor 10 Jahren das Projekt Schwarzmönch angefangen wurde,wächst die Utopie eines Husarenstückes bei jedem neuen Anlauf. Ja es sind nur 5 schwere Längen, dann geht es flott bis auf den Mönchsbüffel und dann ist es nicht mehr weit. Jaja, wer sagt so was! Vielleicht wird es unmöglich das Ding zu überwinden, vielleicht sind es nicht 5 Längen oder 8, vielleicht wird der Fels sehr schlecht! Das Projekt im Traum bereits bezwungen, in Realität ein Debakel. Die Utopie weicht der Realität nicht! Auch wenn nun vieles vorbereitet ist, es braucht ruhig Blut, viel Geduld, gutes Wetter, Megamotivation zum Leiden und ein perfektes Packmass!
Die Schwarzmönch Geschichte ist wieder um einige legendäre Anekdoten reicher geworden.
Bis oben ist es noch weit!

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Ruchen Nordwand 07.09.14

Diese mächtige, riesige Urner Nordwand lässt niemanden kalt. Mit dem jungen und bergtrainierten Matt wage ich das Abenteuer, in diese dunkle Felswand einzusteigen.
Nach einer ruhigen Nacht im Zelt starten wir noch im Dunkeln. Dem Wetter kann man nicht trauen. Gestern erlebten wir, wie sich die Ruchenwand in ein Wasserfall-Inferno verwandelt hat. Beim Einstieg treffen wir auf 2 Haken. Das sind aber die einzigen auf den nächsten 1500 Höhenmetern! Trotz Nordwand ist der Felsen im unteren Teil recht griffig und sicher. Man braucht ein wenig Glück und den Riecher für die Route. Teilweise sieht man leichte Wegspuren oder trifft auch auf Steinmännchen. Die Kletterei ist im 2. Grad und eigentlich nur sehr schlecht abzusichern. Mitten in der Wand ein 6 Meter Wasserfall! Der berühmte Forellensprung. So etwas von eindrücklich. Auch die Sicht in die Tiefe ist recht wild, aber nicht beängstigend. Fantastische Kletterei in dieser wilden alpinen Wand. Wir sind absolut begeistert!! Die anfängliche Anspannung legt sich und wir kommen zügig und sicher voran. Bei der Querung des oberen Schneefeldes wird es wieder ernster. Der Schnee ist sehr weich. Auch die Felsqualität nimmt rapid ab und ist brüchig. Im steilen Ausstiegsschneefeld finden wir aber nochmals 2. Haken am seitlichen Begerenzungsfelsen.
Was für ein Gefühl, nach 5 Stunden Kletterei endlich die Sonnenbrille aufsetzen zu können. Der Schlussaufstieg über den kleinen Gletscher und den Ruchengipfel ist einfach. Wir bleiben nicht lange oben. Die Wolken packen uns ein. und es warten noch 1700 Höhenmeter Abstieg. Diese Abfahrt durch den steile Ruchchälen ist ein anstrengender, langweiliger Waggel.

1735 m Aufstieg, 9 Stunden unterwegs, 4 Bohrhaken
Schwierigkeit: 1 + 2 Grad Kletterei bei guten Verhältnissen und guter Routenwahl!
sicheres seilfreies Klettern absolutes Muss
Material: 30 Meter Seil für Schneefelder + Gletscher
Eisgerät +Eisschrauben

Text: Fred, www.ruettisurf.ch

Ruchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen Nordwand, AbstiegRuchen Nordwand, auf dem GipfelRuchen Nordwand, nach der Nordwand jetzt noch auf den Gipfel (45min)Ruchen Nordwand (das letzte Schneefeld)Ruchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen NordwandRuchen Nordwand

Wochenende im Furkagebiet (Hannibal und Grosses Bielenhorn)

Das Wetter war auch vorletztes Wochenende (30./31. August) wieder wechselhaft. Wir (Roman und ich) entschieden uns aber dennoch in das Furkagebiet zu reisen und dort den prächtigen Furka Granit zu erklettern. Gegen zwei Uhr erreichten wir das Hotel Furkablick und liefen in Richtung Sidelenhütte. Da es schon relativ spät war, entschieden wir uns vor dem Znacht in der Sidelenhütte noch für eine Tour am Hannibal. Somit erreichten wir gegen 18:00 Uhr die Hütte zufrieden und mit einem ersten "Gipfel" in der Tasche. In der Hütte, in welcher momentan Angela (Frau von Matt) arbeitet, gab es zum Znacht eine fabelhaft gute Lasagne;). Weil am nächsten Tag das Wetter noch unsicherer war und es gemäss Meteo am ca. 14:00 Uhr zu regnen beginnen soll, starteten wir am kommenden Morgen zur Unteren Bielenlücke und stiegen gegen 08:00 Uhr in den SE-Grat des Grossen Bielenhorns ein. Mit dem Ziel alles "clean" zu klettern, war dieser Grat wirklich interessant und Felstechnisch ein super Erlebnis. Der Anstieg war gut auffindbar und die Abseilstellen perfekt eingerichtet.

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„Les Intouchables“, Trident du Tacul

Wir (Simon und Fabian) sind auf der Rückfahrt von Ceüse, als wir in Chamonix noch einen Zwischenhalt machen, um im Maison de la Montagne nach den Verhältnissen nachzufragen. Sofort empfahlen sie uns eine Route rund um den Grand Capucin zu klettern. So wurden wir mit „les intouchables“ am Trident du Tacul fündig. Tags darauf gings mit der ersten Bahn hinauf auf die Aiguille du Midi und dann zum Einstieg. Schon da waren wir von der Linie fasziniert. Durch überhängende Risse und Verschneidungen gings ziemlich direkt hoch, bis wir bei der zweitletzten Länge ankamen. Ein hammer 30 Meter Riss, angeblich ziemlich historisch. Zum Glück wurden dort vor ein paar Jahren die völlig unnötigen Bolts wieder entfernt. Oben am Stand waren wir beide ziemlich geflasht von der hammer Länge und hatten beide recht dicke Unterarme. Wieder etwas leichter gings dann noch auf den Gipfel. Dank einem Seilverhänger wurde es schlussendlich doch noch ziemlich knapp, die letzte Bahn zu erreichen.
Bis auf einen sehr ärgerlichen Fehler in einer einfacheren Länge konnten wir alles onsight klettern.

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"Americaine directe" an der Petit Dru

Das Hoch über Pfingsten wollten auch Simon und Ich ausnutzen. Da sie extrem warme Temperaturen voraussagten, suchten wir eine geeignete Felsroute und stiessen auf die Americaine directe an der petit Dru. Eine sehr schöne Linie links von dem riesigen Abbruch im Jahre 2005. Vielleicht steht der Berg ja schon nächstes Jahr nicht mehr und so mussten wir es versuchen. Roman und Sebi waren auch begeistert von der Linie und so zogen sie mit. Mit dem Biwakzeugs im Rucksack wars uns dann doch zu mühsam zum klettern und so entschieden wir am Vorabend, die Route an einem Tag zu versuchen. Wir biwakierten kurz unterhalb vom Einstieg und starteten bereits um vier. Nach einem kurzen Verhauer am Einstieg fanden auch wir den richtigen Weg. Zu unserem Ärger war schon unten bei den einfachen längen so ziemlich alles nass. Als wir dann vor den schwierigeren Längen standen und die Risse nass und zum Teil sogar noch mit Schnee gefüllt waren, mussten wir wohl oder übel umdrehen. Die Westseiten brauchen wohl noch etwas mehr Sonne, damit alles trocken wird. Das kann’s jetzt nicht gewesen sein, sagten Simon und ich zueinander und so suchten wir auf dem Smartphone nach einer anderen Route an der Südwand der petit Dru. Schnell wurden wir mit der Route les Flammes du Désir fündig. Die anderen glaubten nicht mehr an einen Erfolg so starteten nur noch wir zwei. Doch es hatte sich wirklich noch gelohnt. Hammer Granit mit Rissen und Verschneidungen. So macht Chamonix Spass! Abends um halb 11 waren schliesslich auch wir wieder in Chamonix, doch das erhofft zubereitete Nachtessen von unseren Kollegen blieb aus. So mussten wir wohl oder übel noch in unsere Lieblingsbar einrücken und genossen noch eine Flasche Hausschnaps.

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Hasse / Brandler 7a+ in den Dolomiten

Sebastian, Janis und Ich (Roman) sitzen ausgeschlafen in einem Restaurant in Toblach und genießen unsere Pizza.
Gestern morgen um 4.30 starteten wir vom Parkplatz des Rifugio Auronzo zu unserer Tour. Dem breiten Wanderweg folgten wir bis an den Fuss der Nordwand der Grossen Zinne. Den Einstieg unserer geplanten Route, der Hasse / Brandler, erreichten wir gerade im ersten Tageslicht. Nach einem kurzen „Schnick-Schnack-Schnuck“ durfte Janis die ersten Seillängen dieser gewaltig steilen Wand vorsteigen.
Durch Verschneidungen, über Dächer und mit Quergängen erreichten wir nach acht Seillängen ein gutes Band, an welchem eine ziemlich stark überhängende Verschneidung beginnt. Da die kommenden Längen leider komplett nass waren, mussten wir uns wie anno 1958 die Erstbegeher in technischer Kletterei hocharbeiten. Der Unterschied bestand nur darin, dass die Schlaghaken mittlerweile 45 Jahre alt und ziemlich rostig sind. Da ist man schon froh hat es an jedem Stand ein Bohrhaken! Das kostet leider sehr viel Zeit da wir ja auch noch zu dritt unterwegs waren.
Nach diesen Schlüssellängen wurde es wieder etwas einfacher, aber nicht wirklich flacher. Einige Stunden später waren wir beim Wandbuch angelangt und freuten uns darüber, dass es nur noch vier Seillängen in einem Kamin hochgeht. Doch die Freude verschwand schnell wieder als wir den Stemmkamin zwei Längen später sahen. Das Wasser tropfte uns auf den Kopf und die Wände waren voll mit Moos überzogen. Da geht niemand freiwillig hoch! Nach einem Blick aufs Topo sahen wir, dass wir diesen Kamin glücklicherweise auch links umgehen können. So erreichen wir etwas später das Ringband, wo wir endlich aus den Kletterfinken in die bequemen Turnschuhe schlüpfen können. Über einfacheres Gelände kamen wir um 20 Uhr auf dem Gipfel der Grossen Zinne an. Schnell machten wir uns an den Abstieg, um die letzten Stunden des Tageslicht auszunutzen. Leider kam mit der Dunkelheit auch der Nebel und so war es ziemlich schwer den richtigen Weg zu finden. Nach einigen improvisierten Abseilmanövern gelangten wir dann doch noch auf den Weg, der uns zum Auto brachte. Ziemlich kaputt tranken wir die im Auto gebliebenen Wasserflaschen leer und schliefen sofort ein.

Am StandSebastian in der CruxTiefblickBeim WandbuchKurz vor dem GipfelEndlich geschafftAbendstimmung mit der Westlichen Zinne

Lenzspitze - Nadelhorn Überschreitung

Achtung, der folgende Bericht und die Bilder sind nicht aktuell:

Imposant sind die 4000er, die sich rund um Saas Fee in die Höhe erheben. Angela und ich (Matt) bestiegen die Lenzspitze 4294m über die Normalroute von der Mischabelhütte aus. Nach einer kurzen Nacht machten wir uns um etwa 03:30 Uhr auf in Richtung Hohbalmgletscher und querten dann nach Links (Osten) zum Beginn des durch Schnee und Eis bedeckten Grates. Man steigt über steile Firnfelder und Felspassagen aufwärts zum Gendarm (4091m, IV), von welchem man an einem bestehenden Standplatz abseilen kann. Weiter geht es von da an in eher brüchigem Fels bevor die letzten hundert Meter vor dem Gipfel wieder im Schnee bewältigt werden. Vom Gipfel kann man dann entweder über die Normalroute absteigen oder nordwestlich zum Nadelhorn 4327m traversieren. Wie entschieden uns für diese Option. Während dem Traversieren müssen insgesamt vier Gendarms erklettert werden, welche aber durch Abseilstellen gut und rasch passierbar sind. Der Abstieg vom Nadelhorn ist dann im Vergleich zur Normalroute und der Überschreitung relativ einfach und gemütlich. Was aber noch in die Beine (Knie) geht, ist der lange und steile Abstieg nach Saas Fee. Stöcke sind zu empfehlen. Super Tour!

Lenzspitze NorwandAbstieg vom NadelhornUlrichshornAngela auf dem NadelhornLenzspitze NorwandÜberschreitung NadelhornDomNadelhorn von der LenzspitzeAufstieg Lenzspitze NormalrouteAufstieg Lenzspitze NormalrouteAufstieg Lenzspitze NormalrouteAuf dem Hüttenzustiegin Saas Fee

Nachtausflug auf’s Bishorn (4153m)

Auch ich (Roman) wollte das Hochdruckgebiet in letzter Zeit ausnutzen und so packte ich am Montag nach der Arbeit schnell meine sieben Sachen, um den Zug nach Sierre zu erwischen. Dort traf ich dann auf Pascal und Andy und sehe schnell, dass auch sie bei jedem Gramm an Ausrüstung gespart haben...
Auf dem menschenleeren Bahnhof in Sierre binden wir die Skis an das Fahrradund und fahren in gemächlichem Tempo Richtung Val d’Anniversaire. Schnell geht es bergauf und wir haben die ganze Straße für uns. Nach gut 2.5 Stunden erreichen wir im Schein der Stirnlampen Zinal. Als die Loipe zuhinterst im Tal die Straße ablöst, wechseln auch wir unsere Velos mit den leichten Rennskis. Endlich raus aus diesem harten Sattel!
Die Felle gleiten gut, denn es ist saukalt und das Cola in meiner Flasche ist schon fast zu gefroren. So geht in der Spur stetig hinauf Richtung Capane de Tracuit. Bei Anbruch des Tages erreichen wir diese und gönnen uns eine Pause im Warmen. Die letzten 900 Höhenmeter auf dem Gletscher gehen wir angeseilt. Um 09:22 Uhr stehen wir nach 10 strengen Velo- und Ski-Stunden auf dem Bishorn! Doch noch ist es nicht vorbei, denn bei der Abfahrt durch den bruchharschigen Schnee müssen wir unsere letzten Kraftreserven mobilisieren, denn es ist wahrlich kein Spaß mit den schmalen Rennskis...

Sierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - BishornSierre - Bishorn