Alpin

Eiger Nordwand Heckmair Route

Simon und ich (Fabian) warteten schon einen Moment lang auf gute Verhältnisse am Eiger. gegen Ende Jahr gab es dann einige Durchstiege und so wollten auch wir diese Tour angehen. Das Wetter war stabil und so fuhr ich am Montag nach Grindelwald. Wir übernachteten im Gästehaus Eigergletscher, optimal für die Eiger Nordwand, da somit der Zustieg minimal ist. Nach einer kurzen Nacht stiegen wir dann voller Tatendrang in die Wand ein. Dank den bereits vorhandenen Spuren kamen wir gut voran und die Wegfindung war somit einfach. Unter dem schwierigen Riss seilten wir uns schliesslich an und gingen zügig weiter. Die Verhältnisse waren sehr gut. Beim Bügeleisen setzte dann die Dämmerung ein, bis dahin kletterten wir unter Vollmond. Die Rampe hatte ein bisschen viel Schnee, was aber nicht weiter störte. Mit zunehmender Höhe wurde der Tiefblick immer eindrücklicher, vor allem beim Götterquergang. Nach der Spinne wartete dann noch eine letzte Schlüsselstelle auf uns, der Quarzriss. Anschliessend gings in die Ausstiegsrisse, diese hatten wir uns kürzer vorgestellt. Das Gipfeleisfeld jedoch brachten wir schnell hinter uns. Am späteren Nachmittag erreichten wir dann den Gipfel des Eigers. Wir waren froh, in einem Tag durchgekommen zu sein. Abgestiegen wurde über die Westflanke, ebenfalls in guten Verhältnissen abgesehen von ein paar blanken Stellen ganz oben. Wir waren froh, als wir beim Eigergletscher eintrafen. In Grindelwald assen wir dann wieder mal etwas Richtiges und machten nicht spät die Lichter aus, ich musste schliesslich am Mittwoch wieder arbeiten.

Eiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair RouteEiger Nordwand Heckmair Route

Isewegg - "Eine isch keine" 6a+

Isewegg ist ein felsiger Pfeiler oberhalb von der Wasenalp. Bisher wurde dieser nur südseitig über die normalroute bestiegen. Jedoch hat es auf der Südostseite eine ca. 200 Meter Wand. Letztes Jahr wurde ich von der Bortelhütte aus auf diese Wand aufmerksam. Leider klappte es nicht mehr in demselben Jahr, diese zu begehen, so starteten Sebi und ich (Fabian) anfangs Oktober einen Angriff.
Einige Tage zuvor waren wir schon mal am Wandfuss und suchten eine machbare Linie. Das Ganze erschien uns sehr plattig und als wir schon wieder gehen wollten, entdeckten wir doch noch ein Risssystem, das kletterbar aussah. Ausgerüstet mit Friends, Keilen und Schlaghacken starteten wir am Samstag darauf. Die erste Länge war nicht allzu schwer, doch wegen der Kälte spürte ich trotzdem keine Griffe mehr. Recht schnell kam dann die Sonne und so konnten wir richtig loslegen. Wir folgten der logisten Linie hinauf durch Verschneidungen und coole Risse. Als es dann soweit war, das Dach zu überwinden, versuchte ich es zuerst nach rechts an einer Schuppe. Diese erwies sich aber dann als sehr lose und so mussten wir nach links eine Seillänge techen. Hat man dünne Finger wie ein Mikrofriend, kann man diese Länge auch frei klettern. Anschliessend kam ein cooler Offwith-Riss, bis hin zu einem Loch, wohl die Hausung irgendwelcher Vögel. Nachdem Sebi mit einem fast-Spagat über das Loch kletterte wurde das Gelände weniger Steil. Zügig erreichten wir den Grat, dem wir noch 5 Minuten bis zum Gipfel folgen mussten. Begeistert von der Linie genossen wir noch das perfekte Herbstwetter.
Abgestiegen wurde Südseitig, kurz nach dem Gipfel hat es eine Abseilstelle. Man seilt 40 Meter ab in eine Scharte und anschliessend läuft man über Geröll bis hinunter zur Wasenalpe.

Eine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, SwitzerlandEine isch keine 6a+ ¦ Isewegg, Wasenalp, Wallis, Switzerland

Peuterey Integrale, Mont Blanc

Es ist mittlerweile 20 Uhr, wir (Simon Wahli und ich Fabian) gönnen uns noch ein Bier. Gemütlich sitzen wir vor der Bar des Campings in Peuterey und holen uns noch die letzten Infos für unser Vorhaben, Peuterey integrale. Ueli Steck ist ebenfalls anwesend, er wird morgen starten, vermutlich ein wenig schneller als wir...
Local Mattheo zeigt uns noch ein paar Bilder mit Routenbeschreibungen, bevor wir uns in seiner Abstellkammer in unsere Schlafsäcke verkriechen. Am nächsten Morgen wird das Material noch einmal auf das Minimum reduziert und gegen Mittag starten wir zur Borellihütte, wir wollen schliesslich noch zum Einstieg laufen.
Um 3 Uhr holt uns der Wecker aus den Federn. Wir sind bald parat und starten Richtung Aiguille Noire. Die klettertechnischen Hauptschwierigkeiten unserer Tour werden wir dort am Südgrat antreffen. Wir ziehen schon recht früh die Kletterschuhe an, so können wir einen grossen Teil zusammen klettern, was enorm viel Zeit spart. Wir kommen zügig voran, langsam wird es auch hell. Am Point Ottoz entscheiden wir uns für die schwerere, aber kürzere Variante. Wir haben schliesslich noch einen langen Weg bis zum Biwak Craveri. Nach 11 Stunden hammer Kletterei erreichen wir die Madonna auf der Aiguille Noire.
Nun steht uns die berüchtigte 500hm Abseilfahrt über die zum Teil überhängende Wand bevor. Es hat immer wieder brauchbare Schlaghackenstände, wobei man den besten suchen muss, da dort schon recht viel improvisiert wurde. Dem Steinschlag ist diese Partie sehr ausgesetzt, so verlieren wir nicht viel Zeit. Ein Seilverhänger wäre dort sehr verheerend.
Unten angekommen müssen wir kurz aufsteigen, bis wir noch einmal 4 Längen abseilen müssen. Wir bemerken, dass es am Biwak kein Schnee mehr hat, so füllen wir noch die Plastiksäcke mit Schnee. Mittlerweile machen sich die Strapazen langsam bemerkbar, so sind wir froh, als wir nach dem letzten Aufstieg, der uns wegen der wirklich hässlichen Qualität des Gesteins noch einmal alles abverlangte das Biwak erreichen. Wobei Biwak fast übertrieben ist, Sardinenbüchse würde wohl eher zutreffen. Nach einem sehr feinen Menü und viel Tee legen wir uns müde nieder und versuchen, ein wenig zu schlafen.
Am nächsten Morgen erwies sich die Wegfindung doch nicht so einfach, wie wir am Vorabend annahmen. Trotzdem kommen wir zügig voran, meistens in gemeinsamer Kletterei zuerst auf dem Grat und anschliessend in der Ostwand der Aiguille Blanche. Auf dem Gipfel angekommen, türmt sich vor uns noch der letzte Teil unserer Tour auf. Noch recht weit entfernt sieht man den Mont Blanc de Courmayeur. Die Anschliessende Wand zum Pillier d’Angle erweist sich als sehr trocken, was ungewöhnlich ist. Wir sind froh, so sind wir nämlich zügig am Fuss des letzten Teilstücks. Uns erwartet noch eine Schnee-Eiswand, bis wir dann über die Wächten unser Ziel erreichen. Zuoberst wird es noch einmal interessant, da manche Stellen blank sind und wir nur ein Pickel mitgenommen hatten.
Das Gefühl, als wir endlich über die Wächte den ersten Schritt auf das Plateau machen, ist überwältigend. Doch schon bald werden wir wieder wachgerüttelt, es weht ein eisiger Wind, der uns unsere nassen Handschuhe gefrieren lässt. Nun geht’s noch gemütlich über den Schneegrat und so erreichen wir um 14.00 nach 2 anstrengenden Tagen den Gipfel des Mont Blanc. Im Gegensatz zu den Südwandrouten des Mont Blancs , sieht man auf den normalaufstiegen sehr viel Leute, Grampini und Anfänger. Ohne diese gross zu beachten nahmen wir den Abstieg in Angriff. Wir entschieden uns für die längere, aber sauberere Variante ohne Seilbahn und stiegen über die Goutethütte ab. Um 9 Uhr am Abend waren wir bereits wieder in Peuterey und genossen wieder einmal eine richtige Mahlzeit.

Ueli Steck hat übrigens mit 16 Stunden und 9 Minuten einen neuen Speedrekord aufgestellt. Gratulation!

Hier noch ein Video von Jonathan Griffith am Peuterey: http://vimeo.com/7608577

France_Chamonix_20130814_11France_Chamonix_20130814_10France_Chamonix_20130814_9France_Chamonix_20130814_8France_Chamonix_20130814_7France_Chamonix_20130814_6France_Chamonix_20130814_5France_Chamonix_20130814_4France_Chamonix_20130814_3France_Chamonix_20130814_2

Stockhorn 3212m oberhalb von Visp

Der Südgrat vom Stockhorn 3212m oberhalb Visp ist wohl eine der schönsten Grattouren der Region. Technisch nicht allzu schwer bietet diese Tour schöne Kletterei im vierten, maximal fünften Grat, wobei man die Länge nicht unterschätzen darf. Am Dienstag Abend starteten Sebi und ich nach der Arbeit von Ausserberg gemütlich mit dem Bike durch den 1.5km langen Stollen bis ins Senntum. Dort verstekten wir diese und gingen zügig zu Fuss weiter, da wir noch bei Tageslicht ankommen wollten. Leider war die Brücke noch nicht montiert und so mussten wir noch eine Stunde dem Fluss folgen, bis wir dann eine heikle Schneebrücke querten. Das Biwak ist schön gelegen und sehr gut ausgerüstet. Am nächsten Tag starteten wir dann bei Tageslicht und kamen zügig voran. Die Schlüssellängen befinden sich am fünften Turm, wobei diese schon fast übertrieben abgesichert sind. Nach ca. vier Stunden standen wir dann auf dem Gipfel und machten uns schnell an den Abstieg. Hier ist es wichtig, dass man genug weit absteigt und erst unter der sogenannten „roten Wand“ durch ein Couloir den Grat verlässt. Zusammengefasst ist dies eine sehr schöne Klettertour, vor allem wenn man dem Massentourismus auf den 4000er entgehen will.

Stockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von VispStockhorn 3212m oberhalb von Visp

Aiguille du Midi : Eugster Diagonal

Kurzfristig und den momentanen Verhältnissen angepasst fuhren Matt und ich letztes Wochenende nach Chamonix. Weil wir nur einen Tag hatten, entschieden wir uns die Route Eugster Diagonale an der Aiguille du Midi zu klettern, da man sich den Abstieg dank der Bahn sparen kann:) Als dann um 7:45 Uhr endlich die erste Bahn fuhr liefen wir zügig zum Einstieg.
Die erste länge ähnelte eher einer Canyoning-Tour, Weil das ganze Schmelzwasser über die Felsen in den Bergschrund floss. Oben im Schnee angekommen waren wir bereits komplett nass und zudem lernten wir, dass man nicht jedem Fixseil vertrauen kann. Der Rest der Route verlief dann ohne grössere Schwierigkeiten über Schnee, Eis und Fels. Am Ausstieg wurde es noch einmal ernst, da das Eis schon viel zu weich zum Sichern war und wir so ohne Sicherung durchsteigen mussten. Gemütlich gings dann mit der Bahn hinunter nach Chamonix, wo wir uns einen Teller Chinesisch gönnten.

Aiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalAiguille du Midi : Eugster DiagonalFrance_Chamonix_130626_2France_Chamonix_130626_1Aiguille du Midi : Eugster Diagonal

Seewser Schild im Föhnsturm

Dieser Mai war wirklich zum vergessen. Zuerst die gründlich verregnete Auffahrt und auch Pfingsten war nicht besser. Das schöne Föhnwetter musste daher unbedingt genutzt werden! Ab in die Zentralschweiz zum Seewser Schild, im neuen Zentralschweizer Führer unter Höch Schild bschrieben. Die Route wollte ich (Guido) schon seit vielen Jahren klettern gehen. Nun klappte es mit Köbi. Der Zustieg ist ab dem Brünigpass sehr abwechslungsreich jedoch unwegsam und anstrengend in einer Stunde zu bewältigen. Zum Einstieg hoch ist nochmals gutes Auge gefordert, auch hier gibt es kein Pfad. Auf die Skizze im neuen SAC Führer kann man sich nicht verlassen da ungenau. Aber im Grunde beim Abzweiger auf die Alphütten leicht schräg rechts hoch sollte man den Einstieg gut finden. Die Kletterei war wie wir sie uns vorgestellt haben. Solala. Doch bereits die zweite Länge liess viel erwarten diese war wirklich sehr schön! Die Absicherung ist zum Teil übertrieben aber ok wer den Grad nicht frei bewältigt. Die oberen beiden Längen bieten dann leider doch böse Überrachungen mit leichter Brösmeltendenz (Kleinsplittrig) und Vegetation.
Die Aussicht und auch das Routenbuch sind dafür eine Krönung und heben den positiven Gesamteindruck der Tour. Die Route wird selten begangen aber wer mal etwas neues in der Region versuchen möchte dem sei diese Tour empfohlen.

Köbi on the first pitch 6b+Köbi on the third pitch 6b+SmileThis one is the best entry!Guido on the last pitchGuido enyoingTemplate2012_3_new-Collection

Kombinierte Tour aufs Unnerbächhorn

Diese Toure wurde im April 2013 begangen.

Die Tage werden länger und auch die Temperaturen steigen langsam an. Doch die Verhältnisse in höheren Lagen sind im Moment noch sehr winterlich, so entschieden wir uns letzte Woche für eine Skitour, bei der man auch wieder einmal ein paar Züge klettern kann. Unser Ziel war das mir bis anhin noch nicht bekannte Unnerbächhorn. Local Sebi war diese Tour bestens bekannt und so konnte er mich recht schnell für dieses Unternehmen motivieren.

Mit der Bahn auf die Belalp überwindeten wir die ersten Höhenmeter sehr gemütlich und so verliessen wir unter Verwunderung einiger Touristen auch schnell die markierten Pisten. Nach einem Moment mühsamer Spurarbeit erreichten wir schon das Skitedepot. Jetzt wurden Steigeisen und Pickel gegen Fell und Skier ausgetauscht und so ging’s durch das markante Couloir auf den Grat, wo wir dann in die Nordseite traversierten, um noch ein paar Meter Nordwandfeeling zu geniessen. Als wir das Gipfelbuch öffneten wurde uns auch klar, dass wir hier heute wahrscheinlich niemanden mehr antreffen werden, da im Buch seit 1962 nur ein paar Seiten von glücklichen Bezwingern vollgeschrieben waren. Damit es nicht noch das nächste Jahrhundert erlebt, schrieben wir nach dem Gesang noch ein paar Zeilen vom Walliser Musiker Hansrüedi nieder. Als unsere Gedanken dann wieder zurückschweiften, stiegen wir über den Ostgrat ab. Dieser bietet sehr schöne Kletterstellen, die mit dem vielen Schnee nicht zu unterschätzen waren. Schliesslich waren wir bei Sonnenschein wieder beim Skidepot und genossen noch die interessante Bruchharschabfahrt bis nach Blatten.

Template2012_1

Märmelibahn an der Eigersüdwand

Die Route Märmelibahn an der Eigersüdwand ist mit ihren 22 Seillängen und ungefähr 800 Meter Wandhöhe, eine der eindrücklichsten Sportklettereien im Berner Oberland. Ende August 2012 fuhren Fabio und ich (Matthias) mit der Jungfraujoch Bahn hinauf zur Station Eismeer und stiegen durch den Tunnelstollen hinab zum Tor, das auf den Fieschergletscher führt. Nachdem wir den Gletscher zur Eigersüdwand in etwa 30 Minuten überquert hatten, stiegen wir mit zwei vollen Rücksäcken in die Tour ein. Die ersten drei Seillängen sind senkrecht und zum Teil sogar leicht überhängend. Anschliessend folgen drei einfachere Seillängen (3. bis 5. Grad), die wir geschwind hinter sich brachten. Nun wird die Wand wieder steiler und fantastische Wasserrillen zieren den Fels. Nach den ersten elf Seillängen kommt man auf das Biwakband, auf welchem wir es uns bequem machten. Das Biwak ist mit einem Kocher (funktioniert zwar nicht mehr richtig), einer Pfanne, einem Schlafsack, einem Biwaksack und zwei Matten, sowie anderen Kleinigkeiten ausgestattet. Zudem ist es mögllich mit etwas Vorsicht auf dem Band herumzulaufen und bleibt sogar bei Regen und Gewitter trocken und wohlauf. Zudem habe ich im Biwak noch eine fast neue Scalamalade Hose hinterlegt. Wer sie findet kann die Hose behalten;)

Nach einer angenehmen Nacht mit erstklassiger Aussicht auf Schreckhorn, Lauteraarhorn, und das Fiescherhorn, kletterten wir am nächsten Tag weiter. Es folgen wunderschöne Seillängen, die verschiedenste Klettertechniken erfordern. Wie schon in den ersten elf Seillängen sind bei schwierigen Stellen und wenn man nicht selber absichern kann meistens ein oder mehrere Bohrhaken vorhanden. Wenn keine Bohrhaken vorhanden sind, dann braucht man zum selber Absichern mindestens einen Satz Keile und Friends. Da man oft in Wasserrillen absichert, sind auch grosse Friends (Cams 1 bis 3) nicht fehl am Platz. Speziell auf die 19. Seillänge kann man sich freuen. Diese führt über eine super Wandkletterei an Leisten, weiter durch einen beinahe Körperriss und endet an unglaublichen Wasserrillen.

Zuoberst angekommen wechselte das Wetter und es fing an zu schneien. Zügig machten wir uns ans Abseilen und erreichten gegen 19:00 Uhr wieder das Biwak. Nach einer weiteren Nacht auf diesem Felsband seilten wir am frühen Morgen weiter ab und erreichten anschliessend gegen 10:00 Uhr die Station Eismeer. Hungrig machten wir uns ans Kochen und breiteten im Stollen alles Material zum Sortieren und Trocknen aus. Als dann die Touristen, die auf das Jungfraujoch fuhren, ihren Zwischenhalt hatten, staunten sie nicht schlecht und hielten uns sogar für einen Teil der Attraktion.

Die Route ist sehr zu empfehlen und wir danken den Erschliessern Resu Leibundgut und Sacha Wettstein für diese tollen Tour! Das Topo ist hier (http://www.toprope.ch/de/download/topos/topo_maermelibahn.pdf) erhältlich. Für Informationen stehen wir allen Interessierten natürlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

areas@scalamalade.com

Eiger und MönchStation EismeerWieder auf dem GletscherAbseilen vom BiwakSicht auf Schreckhorn und LauteraarhornAbseilen ins Biwak am Ende des ersten TagesEs beginnt zu schneienDone:)Matthias klettert die zweit letzte SeillängeWo geht's weiter?:)Der Quergang nach dem BiwakDer Quergang nach dem Biwak (Schreckhorn im Hintergrund)Template2012_2das bescheidene Biwakunser ZnachtDie Wundertüteim oberen Teil der Route MärmelibahnFabio in der dritten SeillängeFabio in der ersten SeillängeAm EinstiegDie Eigersüdwand:)Template2012_1Station EismeerFabio mit Jungfrau im HintergrundAdvertisingMatthias auf der Kleinen Scheidegg

Bietschhorn Südwand, Route Tissières - de Rham

Mit Sack und Pack stiegen wir im vergangenen August auf das Bietschjoch und richteten dort unser Biwak für die Nacht ein. Wir entschieden uns für dieses Biwak, da am Tag drauf Gewitter gegen den späteren Nachmittag voraus gesagt war. In unsere geplanten Tour, der Bietschhorn Südwand, in ein Gewitter zu kommen, wäre definitiv nicht wirklich wünschenswert. Die Bietschhorn Südwand ist eine sehr imposante, rötlich scheinende Wand. Die schwierigen Seillängen der Route Tissières - de Rham waren kompakt und sehr abwechslungsreiche Kletterei. Zudem gab es in diesen schwierigen Seillängen auch genügend gute Sicherungngsmöglichkeiten. Neben interessanten Verschneidungen und Kaminen gefiel uns speziell ein kurzer, scharfer Grat, den wir bei unserem Durchstieg passierten. Im Vergleich zu den oben erwähnten eher schwierigen Seillängen, sind die leichteren Passagen zum teil sehr brüchig und schlecht absicherbar.

Bietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandTemplate2012_2Bietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandTemplate2012_1Bietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn Südwand - unser BiwakplatzBietschhorn Südwand - unser BiwakplatzBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandBietschhorn SüdwandLongsleeve Shirt Scalamalade

Frendopfeiler Aiguille du midi

Letzthin war ich (Fabian) in Chamonix am Mehrseillängen klettern. Ab und zu schaute ich herüber zur Aguille du Midi wo mir ein markanter Pfeiler ins Auge stach. Durch einen Ortskundigen wurde mir gesagt, dass es sich um den Frendopfeiler handelt. 1200m hoch, unten Kletterei in bestem Granit, oben Eis und kombiniertes Gelände. Von der Linie fasziniert, war ich ein paar Tage später bereits wieder in Chamonix mit Ziel Frendo. Mit Phillip fuhr ich gegen Mittag gemütlich vom Wallis los. In Chamonix angekommen, mussten wir feststellen, dass die Bahn wegen angeblichem Wind geschlossen hat. So hatten wir einen 2 Stunden Marsch zur Plan d’Aguille vor uns. Am nächsten Morgen gings dann unter Sternenhimmel los, zuerst über eine Moräne auf den Gletscher zum Fuss der Wand. Wir trafen dort auf sehr gute Verhältnisse, so konnte im unteren Teil praktisch alles ohne Eisen geklettert werden. Abgesichert wird alles selber, so machten wir zum Teil Seillängen, zum teil gings gleichzeitig. Nach einer Weile kam man auf einen kleinen Vorsprung, dort trafen wir auf 2 Engländer, die einzigen neben uns in der Wand. Weiter gings durch ein kurzes, steiles Couloir hinein in das letzte Teilstück im Fels. Wieder wurden ein paar Seillängen einzeln geklettert. Das Gelände wurde immer schwieriger, doch mit Friends war dies gut abzusichern. Weiter trafen wir auf das erste Eis, wir entschieden uns jedoch rechts im Fels weiterzuklettern. Mittlerweile wurde es hell und die Aussicht war grandios. Zügig gingen wir weiter, bis auf den zweiten Absatz. Hier befindet sich ein perfekter Biwakplatz der von vielen genutzt wird. Eine Einbuchtung im Fels, auf 2 Seiten 1000m Abgrund und perfekte Aussicht. Trotzdem verweilten wir nicht lange, da wir es in einem Tag klettern wollten.
Nun wechselt man in kombiniertes Gelände. Zuerst über einen Schneegrat in den letzten grossen Aufschwung. Dieser wurde immer Steiler, doch die Eisgeräte griffen super. Wir kamen zügig voran und schon bald waren wir bei der letzten Eislänge angelangt. Gemütlich gings dann noch den Grat hinüber zur Seilbahn. Dort angekommen, wurden wir von den ganzen Touristen bestaunt und fotografiert. Wir mischten uns darunter, so hatten wir einen sehr schnellen Abstieg mit der Bahn. Wieder in Chamonix angekommen blickten wir von der Gartenterasse aus noch einmal auf diese geniale Tour zurück und genossen ein kühles Bier.

Climbing!The weatherTemplate2012_1Template2012_2