Eis / Mixed / Tooling

Ice Worldcup Valle di Daone

Neben dem Eiskletterfestival in Kandersteg, von vorletztem Wochenende, fand in Russland der erste Weltcup im Eisklettern dieser Saison statt. Dieses Wochenende nun zog die Tour in das Valle di Daone.
Markus Bendler hat dabei an beiden Stationen den ersten Platz erobert und wird, wie auch schon letztes Jahr, das Mass aller Dinge sein. Aus Schweizer Sicht konnten die jungen Walliser Patrick Aufdenblatten und Felicitas Feller in einem starken Teilnehmerfeld sehr gute Platzierungen erreichen. Wir drücken die Daumen, dass diese nächstes Wochenende nochmals mit der Unterstützung des einheimischen Publikums eine weitere Topleistung nachsetzen können.

Hier zum Programm von Saas-Fee vom 21.-23. Januar 2010

Die Rangliste des Weltcups im Valle di Daone
Damen Lead:
1. Chloe Graftiaux, Belgien
2. Stephanie Maureau, Frankreich
3. Hrzova Lucie, Tschechische Republik
6. Felicitas Feller, Schweiz

Herren Lead:
1. Markus Bendler, Österreich
2. Hee Yong Park, Südkorea
3. Patrick Aufdenblatten, Schweiz

Damen Speed:
1. Viktoria Shabalina, Russland
2. Nadezda Shubina, Russland
3. Radka Petkova, Bulgarien

Herren Speed:
1. Pavel Batushev, Russland
2. Pavel Gulyaev, Russland
3. Igor Lysenko, Russland

Weitere Informationen auf der Veranstalterseite.
(Bild: www.daoneicemaster.it)

Chéneau de l'Envers

Nach dem kalten Wetter weisen nun endlich viele Eisfälle auch in unteren Höhenlagen hervorragende Verhältnisse auf. Nach den in dieser Saison bereits besuchten Gebieten, Gündlischwand und Saxeten, sollte nun eine Tour im Jura dazukommen. Da ich dieses Wochenende nur wenig Zeit hatte, sollte es auch etwas kürzeres sein ohne dennoch ganz auf eine längere Tour zu verzichten. Die Chéneau de l'envers nahe Cortébert ist dabei eine sehr geeignete Tour. Wie der Chuchigraben in der Nähe von Oberdorf/SO hat sich hier der Bach tief in eine Schlucht gefräst und überwindet gegen 300 Höhenmeter. Die Tour ist absolut Plaisir tauglich, begünstigt von den aktuell hervorragenden Eisverhältnissen.
Der untere Teil mit 3 Steilstufen à 10 Metern Höhe ist im Schwierigkeit WI2+. Ein längerer Gehbereich mündet dann in die tiefe Schlucht und hier steht dann auch die schwierigste Eislänge von 20 Metern Höhe und ungefähr WI3+, am Ausstieg kurz 85° steil. Es folgen noch kurze Steilstufen und bald steigt man gemächlich im Bachbett den Wald hoch bis zu einem Brücklein wo die Eisklettertour endet. Der Abstieg geschieht am besten auf dem Wanderweg, je nach Wahl zur linken oder zur rechten Seite der Schlucht.

Die Tour ist einzigartig in diesem Schwierigkeitsgrad und eine absolut wundervolle gemütliche Sonntagstour. Kletterei und Abstieg zusammen nehmen rund 3 Stunden in Anspruch. Die Tour wird von lokalen Eisklettern sehr oft geklettert.

Hier die Bilder von Wald, Fels, Eis und Schnee.

The little bridge is the end of the icefallLa principale-The main icefallEnjoy!!CH_Cheneaudelenvers_100111_10CH_Cheneaudelenvers_100111_11CH_Cheneaudelenvers_100111_12CH_Cheneaudelenvers_100111_13CH_Cheneaudelenvers_100111_15CH_Cheneaudelenvers_100111_3CH_Cheneaudelenvers_100111_4The first steps in the iceCH_Cheneaudelenvers_100111_6CH_Cheneaudelenvers_100111_7CH_Cheneaudelenvers_100111_8Beautiful iceclimbing in the small canyon

Chuchigraben 2009

Begehung im Januar 2009

CH_Chuchigr_031509_1The first steep part in the small canyonCH_Chuchigr_031509_3Wow!!Awesome icefallCH_Chuchigr_031509_6Don't look back on this mixed partCH_Chuchigr_031509_11CH_Chuchigr_031509_7CH_Chuchigr_031509_8CH_Chuchigr_031509_9CH_Chuchigr_031509_12CH_Chuchigr_031509_13CH_Chuchigr_031509_14In the upper part again some nice short icefallsCH_Chuchigr_031509_16CH_Chuchigr_031509_17CH_Chuchigr_031509_18The crux pitch 28m in bad ice...we did not climb it to the end:-(

Eiskletterfestival Kandersteg 2010

Das zehnte Eiskletterfestival in Kandersteg fand in einer neuen Umgebung statt, welche mit viel Interesse erwartet wurde. Wie in den davorgehenden Jahren zog die Austragung 2010 ebenso viele Besucher an wie die alte Location. Das Zuschauen war ein Leckerbissen und dank der gut gewählten Passagen und der Zeitlimite sehr spannend gestaltet. Bei den Damen konnte sich die erfahrene Petra Müller vor der ebenfalls erfahrenen Felicitas Feller durchsetzen. Den dritten Platz eroberte Dalia Hamdi. Der entscheidende Zeitunterschied war zwischen den erstplatzierten Athletinnen äusserst minim. Bei den Herren gewann Israel Blanco aus Spanien, vor Patrick Aufdenblatten und Albert Leichtfried. Es war trotz des zum selben Zeitpunkt stattfindenden Eiskletterweltupes in Kirov/Russland die Crème de la crème der Eiskletterszene in Kandersteg versammelt. Grosses Lob an die Organisatoren und viel Erfolg mit der neuen Austragungsstätte.

Hier die Fotos der Finaldurchgänge an der schönen, zum Teil vereisten Natursteilwand.

The new location nearby the Gemmi LodgeThe new location nearby the Gemmi LodgeFelicitas FellerFelicitas Feller on the steep upper partFelicitas FellerAlbert Leichtfried in the men final dry tooling routeAlbert LeichtfriedAlbert LeichtfriedCH_KanderstegEV2010_100109_3CH_KanderstegEV2010_100109_4CH_KanderstegEV2010_100109_5CH_KanderstegEV2010_100109_6Petra Müller Figure 4CH_KanderstegEV2010_100109_8Petra Müller reaching the top

Liebeserklärung ans Lauterbrunnental

Angefangen hat diese lange und intensive Geschichte mit Sommertouren indie hintersten Teile des Lauterbrunnentales. Wir erträumten uns, wie die unzähligen Wasserfälle, die das 16km lange Tal zurLinken und Rechten säumen, sich wohl im Winter präsentieren könnten. Schuld daran war sicherlich auch die Eiskletterlegende Xaver Bongard, auf dessen Spuren wir in all den Jahren mehrmals trafen. Er schwärmte wiekein anderer von dieser Märchenwelt aus Eis. Auch andere bekannte Eiskletterer wie Robert Jasper haben diese Schatztruhe und dasPotential im Lauterbrunnental entdeckt.

Bis heute umgibt noch immer derselbe Pioniergeist das Eisklettern im Lauterbrunnental. Topos gibt es keine und Informationen sind ebenso rar, obwohl es für jedes Kletterniveau einen passenden Eisfall hat. Im Eiskletterführer Eiskalt ist gerade ein einziges Eisklettergebiet (Little Vail - Sulwald) vorgestellt.
Im Lauterbrunnental gibt es ungefähr 21 Mehrseillängen- und neun Einseillängentouren. Nun stellt sich die Frage, warum nur so wenige Informationen zu diesem Eisklettergebiet vorhanden sind? Dies hat zum
einen den Ursprung, dass viele einheimische Kletterer die Eisfälle sehr gut kennen und sich so direkt untereinander über diese austauschen. Ein weiterer Faktor sind die Schwierigkeiten der Eisfälle. Im Gegensatz zu Kandersteg sind hier die Eisverhältnisse vielfach sehr heikel. Hier gibt
es viel dünnes Eis, wasserunterlaufenes Eis, hohle Eissäulen, viel Sonnenschein und starker Föhneinfluss. Daher sind die Eisfälle unter WI5 Mangelware und somit ist das Tal eher den Eiskletterspezialisten vorbehalten.
Die Eisfälle um den Heliport oder auch in Stechelberg
entstehen nur nach einer langanhaltender Kälteperiode und einem nassen Herbst.

Der Schmadribach, eine imposante, rund 400m hohe Eiskaskade, die sichauf Grund ihrer Höhenlage jedes Jahr bildet, ist der massigste undlängste Eisfall im Tal und befindet sich ganz zuhinterst.
Die Gebiete Isenflue und Wengen bieten schöne Eisfälle unter WI5 und sind
auch weniger risikoreich. In Wengen wachsen regelmässig zwei sehr schöne drei Seillängen Eisfälle mit einer bombastischen Aussicht. Die Isenflue bietet im linken Teil den klassischen Isenfluefall, der im ganzen Lauterbrunnental mit WI4 die einfachste Mehrseillängentour ist. Dieser aber auch die anderen Eisfälle sind relativ gut per öV erreichbar.

Zum Schluss wünsche ich allen Eiscracks viel Spass beim weiteren Entdecken dieser Perle im Berner Oberland und hoffe, dass für euch die oben aufgeführten Informationen hilfreich sind. Doch für diese Saison ist der Traum schon wieder zu Ende! Bereits warten wir wieder auf den nächsten
Winter!

by Guido

 

Th elong icefall below the cablecar Stechelberg - Gimmelwaldswitzerland_lauterbrunnental_090222_3switzerland_lauterbrunnental_090222_4switzerland_lauterbrunnental_090222_5Guido approaching the cave on CornershopOn the cave belay on CornershopSecond pitch Cornershop WI 5+

Eisklettern in Rohrbach bei Frutigen

Im Berner Oberland gibt es neben dem Top-Spot Kandersteg noch weitere lohnende Eisklettermöglichkeiten wie zum Beispiel Wengen (siehe vorheriger Bericht), aber auch Rohrbach bei Frutigen. Die Strasse nach Adelboden ist kurvenreich und die Gräben zur Linken oder Rechten ähneln sich alle sehr. Wer einen aufmerksamen Beifahrer hat, der kann Ausschau halten lassen nach einer Holzsägerei und einem Eisfall weit hinten im Graben von Rohrbach. Wenn jedoch ein Tunnel kommt, vor Achseten, dann seid ihr endgültig zu weit gefahren.

Das Eisklettergebiet Rohrbach wartet mit rund vier verschiedenen 2 Seillängeneisfällen auf. Über die Schwierigkeit sei nur soviel gesagt, ein Eisfall heisst: „Am Montag morgen zum z’morgen!“. Achtung, Vorsicht ist beim Zustieg über das Bachbett geboten. Der Abstieg auf dem Wanderweg ist dann aber erste Sahne. Also nichts unter dem Eisfall zurücklassen, sonst gibt es nochmals tückisches Bachbett retour!! Über böse Tiere ist bei diesen Eisfällen nichts bekannt, jedoch muss auf den Sonnenstand geachtet werden. Besser ist es, wenn es stark bewölkt und kalt ist. Dieses Wetter gibt zwar keinen braunen Kopf, dafür ist die Eis und Steinschlaggefahr um ein Vielfaches geringer, da die Eisfälle nach Süden ausgerichtet sind. Zwei der vier Eisfälle sind alle Jahre mehr oder weniger gut gefroren. Eine Begehung lohnt sich allemal, zudem diese Eisfälle recht schnell erreichbar sind. Auch mit dem öV ideal.

switzerland_rohrbach_090204switzerland_rohrbach_090204_1switzerland_rohrbach_090204_3Sämi on the second pitch on the Breit Fall WI4+switzerland_rohrbach_090204_5switzerland_rohrbach_090204_6Sämi a real IcemanThe Icefall Am Mäntig morge zum z'morge WI5The Breit Fall WI4

Fotos vom Rohrbach vom 24.Januar 2009

Dieses Wochenende waren wir, Matt und Guido, in Lungern am Pickeln. Das Eis hat schon deftig unter dem Föhneinfluss gelitten und daher sollten momentan eher höhergelegene Gebiete aufgesucht werden, wenn es nicht wieder bedeutend kälter wird.

Wengen und unser Lieblingseisfall

Wengen, ein Autofreier Skiort, bekannt geworden durch die Lauberhornabfahrt, ist ein nettes Dörfli mit Zahnradbähnli und - jawohl, das was am wichtigsten ist, einem sehr schönen Eisfall an der Sonne! (Die Tannen-Bar, welche auch nicht schlecht ist wird bei solch einer Eiskaskade zur Nebensache.) Die zwei Seillängen sind nicht sehr schwer aber dennoch kommt man beim Klettern an der Sonne arg ins Schwitzen. Wenn auch noch das Lauberhornskirennen am selben Wochenende stattfindet, gibt es dazu noch musikalische Umrahmung, inklusive Topzuschauerplatz. Die Bahnangestellten der Wengernalpbahn schauen dem Treiben an den Eisfällen genau zu. Anscheinend sind ganz in der Nähe der Eisfälle eine ganz gefährliche Horde Wehrfüchse angesiedelt. Jedesmal sagt einer der Bahnangestellten, “Chemenech de d’Füchs cha frässen!“

The small Icefall on the left.switzerland_wengen_sunshine_090126_1 copyswitzerland_wengen_sunshine_090126_2 copyThe first pitch of Sunshine WI4switzerland_wengen_sunshine_090126_4 copySämi iceclimbing on the shadowSunshine on Sunshine WI4/4+switzerland_wengen_sunshine_090126_7 copyswitzerland_wengen_sunshine_090126_8 copyswitzerland_wengen_sunshine_090126_9 copyswitzerland_wengen_sunshine_090126_10 copySunshine WI4/4+Sunshine WI4/4+The Icefalls above Wengen

Weltmeisterschaft Saas Fee 2009

Alle Jahre wieder!

Am Samstagabend wurden im Parkhaus in Saas Fee zum 10. Mal die Sieger und Siegerinnen eines Weltcups oder einer Weltmeisterschaft im Eisklettern auserkoren. An der diesjährigen Weltmeisterschaft gewann Markus Bendler überragend vor Herbert Klammer und Maxim Tomilov. Bei den Damen dominierte Angelika Rainer vor Petra Müller und Maria Tolokonina.
Während des Wettkampfes, aber auch an der anschliessenden Party im The Club war die Stimmung, wie auch die Jahre zuvor, hervorragend!

Switzerland_Saas-Fee_090124_1Petra MüllerPetra MüllerJenny LavardaJenny LavardaSwitzerland_Saas-Fee_090124_6Lucie HrozovaLucie HrozovaMaria TolokoninaEvgeni KryvosheytsevEvgeni KryvosheytsevEvgeni KryvosheytsevSwitzerland_Saas-Fee_090124_13Switzerland_Saas-Fee_090124_14Switzerland_Saas-Fee_090124_15Patrick AufdenblattenMarkus BendlerMarkus BendlerMarkus BendlerMarkus BendlerMarkus Bendler

Resultate

Herren Lead
Herren Speed

Frauen Lead
Frauen Speed

Neutour an den Bonderfällen

Diesen Winter gelang Thomas Zaugg und Cédric Hählen eine rassige Erstbegehung im klassischen Eisklettergebiet Bonderfälle in der Nähe von Adelboden. Die Route heisst Angina und ist mit M8 WI5+ bewertet. Wiederhohler dürfen sich gerne zur Schwierigkeitsbewertung äussern. Wer die Gegend nicht kennt, dem sei hier noch verraten, dass es sich bei den Bonderfällen um ein bekanntes Gebiet mit zwei grossen Klassikern handelt. Oft wiederholt und im gemässigten Schwierigkeitsgrad stemmt sich der Lurking Fear WI3+ eine schmale Rampe hoch. Ein wenig schwerer ist die phantastische Kaskade des Glücksritters WI5. Vom Parkplatz der geräumten Strasse kann der Zustieg bei guten Schneeverhältnissen in ungefähr 45 min mit Ski bewältigt werden

The  new route AnginaAngina010Angina020Angina030Angina040Angina050Angina060Angina070Angina080

Eiskletter-Weltcup Valle di Daone

Vergangenes Wochenende fand im Valle di Daone (ITA) der erste Weltcup der Saison 2008/09 im Eisklettern statt. Durch die tolle Ambiance beflügelt holte sich der Schweizer Patrik Aufdenblatten vor seinem Landsmann Samuel Anthamatten den zweiten Schlussrang. Markus Bendler (AUT), der als einziger Athlet beide Finalrouten Top klettern könnte, holte sich den wohlverdienten, überragenden Sieg.
Bei den Damen konnte sich Maria Tolokonina (RUS) vor Stephanie Maureau (FRA) und Lucie Hrozova (CZE) durchsetzen. Die beiden Schweizerinnen Petra Müller und Felicitas Feller belegten den 4. und den 8. Schlussrang.

Herren
1. Markus Bendler AUT
2. Patrik Aufdenblatten SUI
3. Samuel Anthamatten SUI
6. Jack Müller SUI
8. Simon Anthamatten SUI

Damen
1. Maria Tolokonina RUS
2. Stephanie Maureau FRA
3. Lucie Hrozova CZE
4. Petra Müller SUI
8. Felicitas Feller SUI

Hier die Ranglisten

Competition_Italy_ValDaone_090119_10Competition_Italy_ValDaone_090119_11Competition_Italy_ValDaone_090119_2Competition_Italy_ValDaone_090119_3Competition_Italy_ValDaone_090119_4Competition_Italy_ValDaone_090119_5Competition_Italy_ValDaone_090119_6Competition_Italy_ValDaone_090119_7Competition_Italy_ValDaone_090119_8Competition_Italy_ValDaone_090119_9
Markus BendlerCompetition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_11Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_12Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_13Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_2Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_3Jürgen ChristmanCompetition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_5Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_6Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_7Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_8Competition_Switzerland_Val_Di_Daone_090117_9