Sportklettern

Elbsandstein 2.Teil Erlebnisbericht

2. Teil Erlebnisbericht

Mit Köbi hatte ich, Guido, einen Kletterpartner der mir bei den kräftigen Stellen aushelfen kann da ich im Moment auf Grund einer Schulterverletzung nur auf den Füssen stehen kann. Somit waren wir daher gleich auf die klassischen leichten Wege bis V (franz. 5a) beschränkt. Dies sahen wir sehr positiv somit unseren Kletterdrang auf ein bestimmtes Tätigkeitsgebiet beschränkt zu wissen. Im Vorfeld habe ich mir bereits Touren für 9 Tage herausgesucht! So will ich nun endlich wieder nur klettern gehen. Doch wie so oft verlief auch diese Reise ein wenig anders. Die Reise mit Flug nach Dresden und weiterreise mit Bahn und Taxi verlief schnell und reibungslos. Auch das Biwak war wirklich deluxe, nur das wir allen Proviant für 5 Tage mit uns schleppten war zu viel! Wir konnten uns nach 15 Minuten gehen kaum auf den Beinen halten! So entschieden wir uns einige Last zurückzulassen und in der Wildensteinboofe für mehrere Tage zu bleiben. Der Regen am zweiten Tag und in der folgenden Nacht liess uns nur sehr kurze leichte Wege klettern. So musste nun für Sonntag und Montag das Königsprogramm her! Mit immer noch reichlich Gepäck verabschiedeten wir uns von den ersten Eindrücken und schlichen uns nun mit angemessenem Gepäck ab der Schrammsteinbaude Richtung Schrammsteine hoch. Diese Boofe war weniger bequem dafür hervorragend Gelegen. Den Falkenstein ringten wir in einer Monsterdurchhallte Aktion von 6 Stunden nieder. Was war geschehen? Die ersten drei SL gingen Flott, doch dann wurden wir Opfer der harten Bewertung und der noch härteren psychischen Anforderung an den Vorsteiger. Da der Kamin nur mit ordentlichem Kraftaufwand bezwungen werden kann, war Guido vorweg ausser Gefecht gesetzt. Köbi verzichtete und so suchten wir einen Ausweg über eine andere Route. Mit Pendeln gelang ich an einen Spalt, doch dieser oh weh: Abgrundtief! Rückbau und warten. Der einzige Weg nach oben führte mittels Fixseil von einem lieben Vorsteiger für uns fixiert. So harrten wir aus. Und dank dem herzhaften Zuhilfekommens einer Würzburger Seilschaft und der Kooperation mit einem tschechischen Paar schafften wir es bis auf den Gipfel. Dies war eine ein bisschen andere Form der Unterstützung welche doch in noch so vielen Wegen benötigt wird. (Unterstützung nennt man z.Bsp. Steighilfe durch den Partner) Noch selten waren wir so glücklich auch diesen Gipfel geschafft zu haben, war er doch unser Königsziel! Doch mit unseren Verletzungen nicht selbstverständlich zu erreichen. Nun noch vorsichtiger unterwegs schlichen wir dann am nächsten Tag souverän die Alten Wege von Müllerstein und Zackenkrone hoch. Doch dies waren auch schon wieder die letzten Gipfel, da der Regen uns von den grossen Gipfeln vertrieb. So verliessen wir die Gipfel des Elbsandsteines und genossen die schön angelegten Stiege und Wege und gelangten schnell zurück zur Strasse. Wir kommen wieder!

Bad Schandau, Elbsandstein, Sachsen, GermanyDSC_002Köbi in Alter Weg II First Route on a rainy dayGuido on a solo tripDSC_007Wildensteinscheibe, Wildensteiner Gebiet, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido in AW III  Wildensteinscheibe, Wildensteiner Gebiet, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGipfelbuchDSC_014Wildensteinerboofe, Wildensteiner Gebiet, Elbsandstein, Sachsen, GermanyHow to tie a knotAcces to the MüllersteinSchrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyJungfer, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyKöbi leading the Fünstlicher Weg IV  Götze, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyChristmas tree  Götze, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyZahnsgrundwächter, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyThe Summit to climb in the Elbsandstein, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyBeautiful climb on pitch 4  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyUnknown climber in the chemny on pitch 3  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido what next? Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyOh no! Chemny climbing!  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido is scarred!  Schusterweg IV, Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyOn the top  Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyOn the top view to Schrammsteine  Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido and the Gipfelbuch  Falkenstein, Elbsandstein, Sachsen, GermanyJungfer, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanySchrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyIn the so called Badewanne (Bathtube)  AW IV, Zackenkrone, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido on the top of a really exciting route  AW IV, Zackenkrone, Schrammsteine, Elbsandstein, Sachsen, GermanyGuido at the exit of the chemny

Elbsandstein - Der andere Ostertrip

Elbsandstein

Elbsandstein – Jeder Kletterer hat sicherlich von diesen Sandsteintürmen schon mindestens einmal etwas gehört oder gelesen oder zumindest ein Bild gesehen. Sie sehen spektakulär aus, von wo verständlicherweise auch das grosse Interesse der Klettergemeinschaft herreicht. Doch in den Elbsandstein geht man nicht Klettern - man geht Bergsteigen! Warum Bergsteigen zeigt sich rasch bei der Ernsthaftigkeit der Wege, so gibt es nur wenige fixe Zwischensicherungen und auch Umlenkungen fehlen meist gänzlich. Die Bewertungen, auch hier kursieren wilde Gerüchte, sei hart, und sei zudem noch angelehnt an alte verblassene Rotsockenzeiten.
So viele Gerüchte, Abenteur wollte ich Guido schon seit mehr als 15 Jahren auf den Grund gehen. Es dauerte bis 2016 bis sich der Traum erfüllte diese einzigartige Felslandschaft zu besuchen. Hier ein Bericht in zwei Teilen eines aussergewöhnlichen Ostertrips.

1. Teil Allgemeine Infos
Der Elbsandstein ist ein riesiges Klettergebiet westlich von Dresden, welches sich über rund 35 km von der Stadt Wehlen bis an die deutsch-tschechische Grenze erstreckt. Die ersten Gipfel wurden bereits um 1870 bestiegen, ab 1900 ging die Entwicklung so richtig los. Heute stehen über 18‘000 Routen auf engstem Raum zur Verfügung. Die Anreise mit Bahn und Bus ist hervorragend, und da vor Ort alles auf engem Raum ist, ist auch ein Taxi kein zu teures Verkehrsmittel. Als Übernachtungsort dienen die vielen Pensionen oder die Boofen. Die Boofen sind offiziell markierte Biwakplätze meist regensicher unter grossen Felsüberhängen. Wer hierherkommt als Bergsteiger muss unbedingt boofen, so umgeht man bereits ein grosses Problem. Welches ist die beste Tour? Was ist mit der Absicherung? Wie ist der Zustieg? So kann man abends noch bis tief in die Nacht fachsimpeln und ungeheure Geschichten zu Ohren bekommen.
Da die Routen meist sehr eng nebeneinander gelegen sind und es keine künstlichen Unterscheidungsmerkmale wie Hakentypen, angeschriebene Routennamen, markierte Wege gibt benötigt man meist als Neuling die Hilfe von Locals. Die Topos helfen einem meist auch nicht sehr viel da einige Führer als Auswahlführer konzipiert sind. So hilft meist nur den von uns empfohlenen Kletterführer des Bergverlages Rölke zu kaufen und dann vor Ort sich von den Locals weitere Tipps geben zu lassen. Man fragt ohnehin sehr oft nach dem Weg oder lässt sich die Richtigkeit während dem Klettern von anderen Seilschaften bestätigen. Generell ist alles sehr viel gelassener und man lässt sich gerne Zeit und hilft wo es nur geht. Eben auch hier dringt der Bergsteigergedanken viel mehr durch als der Sportklettergedanken. Im Endeffekt ist der Weg das Ziel und ob nun ne' drei oder ne' vier, wenn man oben ist, ist man oben.

Generell ist die Hauptsaison für den Elbsandstein von Mai – Oktober. Bei gewissen sehr populären Wegen kann es an Wochenenden schon mal eng werden, dennoch ist das Gebiet so gross das man immer wieder stille Ecken findet. Am besten tastet man sich mit ein paar einfachen Wegen an die doch anspruchsvolle Routenfindungen und Absicherungen heran. Man kann leicht pro Tag mehrere Gipfel, Wege klettern. Die Ringe sind nie näher als 3-5 Meter, als Zwischensicherung vorhanden. Dazwischen kann nicht immer gelegt werden und es gibt einige sehr böse Routen, diese sind jedoch in der Regel im Kletterführer speziell erwähnt.
Die Absicherung erlaubt manchmal ein steigen von 30-40 Metern ohne Zwischensicherung, jedoch gibt es oft Bänder oder Kamine dazwischen wo man gut ruhen kann. Stürzen gehört hier in den leichten Wegen nicht zur Tagesordnung oder nur in besonders gut gesicherten Wegen. Standplätze werden zum Teil auch mit mobilen Sicherungsmittel gebaut. Auch muss den Begebenheiten vor Ort nochmals Beachtung geschenkt werden, der Abstieg muss ebenfalls sorgfältig geplant sein, da es meist auf dem grossen Gipfelplateau einen Abseilpunkt gibt zu diesem muss evtl. noch abgeklettert werden.

Alles in allem sollte die Seilhandhabung besser beherrscht werden denn grosse Schwierigkeitsgrade um sich rundum wohl zu fühlen. Viele Sanduhren können gefädelt werden, Knotenschlingen braucht es auch doch kamen in den letzten Jahren die sogennanten UFO hinzu welche das Handling bedeutend erleichtern. Es wird empfohlen neben dem Kletterführer und Gebietskarte, ein oder zwei UFO zu kaufen um somit standardmässig ausgerüstet zu sein. Bandschlingen braucht es lange und kurze in je dreifacher Ausführung, viele Einzelkarabiner und Schrauber, sowie lange Expressen eher für die klassischen Wege und kurze für die Wandklettereien. 8 Expressen reichen meist. Helm ist so ne Sache, richtige Sachsen lettern ohne, dafür mit Wollmütze und alter Kleidung mit welcher in den zuweilen engen Kamin echter Textileinsatz gegeben werden kann.

Die Kletterei ist absolut fantastisch und so viel Abwechslung auf so engem Raum gibt es selten irgendwo! Es ist alles schlimm bis zum ersten Mal, der Elbsandstein ist eine Reise wert!

Den Reisebericht mit Fotos folgt bald.

O'Bloc Neueröffnung

In genau einer Woche geht es los! Die neuste der Schweizer Kletterhallen eröffnet in Ostermundigen!

Details entnehmt ihr auf der Facebook Seite: https://www.facebook.com/oblocbook

O'Bloc Forelstrasse 11 Ostermundigen
14.Nov. ab 17:30 Eröffnungsfest
Ab 15.Nov. Kletterbetrieb

Routenbohren bei Stechelberg

Ein Wochenendausflug nicht zum Klettern gehen sondern zum Bohren gehen verspricht immer Spannung und Erlebnisse pur. Zuerst den Einstieg finden ist immer eine riesen Sache. Man irrt im Wald herum und dann muss man irgendwo einen Baum finden zum abseilen. Der Wandbereich, wo wir etwas einbohren wollen, da waren wir uns schnell einig, kann nur von oben eingebohrt werden. Der Mittelteil ist bei gerader Linienführung von unten unüberwindbar. Später sollen weitere Linien folgen welche dann neben der unkletterbaren Zone vorbeiführen, um diese zu verwirklichen braucht es jedoch zuerst Wandkenntnisse. Kleinste Vorsprünge und Kratzerleisten entscheiden über Freiklettern oder Hängeparty. Am Wandrand angelangt sah es unschön aus, splittrige Struktur, Grünzeugs. Wieder zurück in den Wald, wieder latschen. Doch nach einer Weile sah es bedeutend besser aus. Wer nicht bis zuletzt sucht wird auch nicht fündig. Und siehe da. Ein Zustieg wie im Bilderbuch, mit Weglein und Fixseilen, und eine leichte Grasnarbe. Der Ausstiegsstand ist schnell gebohrt. Und vom Stand perfekter Fels, flüssige Kletterei auf den letzten Metern. Und dann sticht die Route voll alles bisher Gesehene und Erdachte aus. Der Quergang geht nicht bis in die Verschneidung sondern man kann direkt durch die stotzige Wand steigen mit ihrer sehr schönen Struktur. Ein Topo wird folgen sobald die Route frei begangen worden ist. Trainiert nur artig weiter, die Route verspricht hohe Grade mit viel Luft, 300 Metern über dem Talboden von Stechelberg. Die Absicherung ist super damit bei dieser verdonartigen Kletterroute, abseilen von oben, auch wirklich niemand hängen bleibt.

Rissklettern in Schweden

Die letzte Kletterreise führte mich (Roman) und Oli, weg von der Hitze hinauf in den Norden. Genauer gesagt nach Schweden, in das Rissklettergebiet Bohuslän.
Mit unserem winzigen Mietauto erkundeten wir gemütlich die vielen kleinen Klettergebiete, welche sich von der Küste nördlich von Göteborg, fast bis zur Norwegischen Grenze hinauf erstrecken. Es sind keine grossen Wände, doch der Granit ist bombenfest und die Risse eignen sich nicht nur um die Finger zu verrenken, sondern auch optimal zum Cleanklettern. So muss man denn auch lange suchen, bis man einen Bolt findet. Da es in Skandinavien bekanntlich erlaubt ist zum wild campieren, nutzten wir dies aus, sehr zu unserer Freude. Wunderschöne Plätze an Fjorden oder Seen, mit erstaunlich wenig Mücken!
So verbrachten wir knapp zwei Wochen rund um Bohuslän, indem wir versuchten unsere Finger, Hände, Füsse und einigemal sogar den ganzen Körper (Offwith...!) in den Rissen zu verklemmen. Während unsere Haut nachwuchs versuchten wir in die Fischerbranche einzusteigen, was uns jedoch etwas weniger gut gelang, und so ernährten wir uns doch wieder von den heiss geliebten Flieschbällchen.

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Klettern in Südkorea Ein etwas anderer Wochenendausflug

Diesen Kletterausflug werde ich (Guido) so schnell bestimmt nicht vergessen. Er führte mich in einer Wahnsinnsreise weg von einem Arbeitseinsatz in Bulgarien, zuerst mit Taxi über Kraut und Rüben, einige Eselwagen hinter sich lassend via Rumänien, dann weiter mit dem Flugzeug über Moldawien nach Moskau wo ich rechtzeitig den Flug nach Wladiwostok erreichte. Dies alles geschäftlich. Da ich auf dieser Geschäftsreise mehr als 3 Wochen ununterbrochen unterwegs war habe ich mich entschlossen die Kletterfinken einzupacken. Wladiwostok ist jedoch sehr trostlos was klettern anbelangt keine Halle und keine Felsen, so kam mir die Idee ins 2 Flugstunden entfernte Seoul in Südkorea zu fliegen wo es mächtige Granitberge in Stadtnähe gibt! Für ein verlängertes Wochenende gerade ideal. Für den Sonntag war dann klettern angesagt! Dass es die Koreaner sehr gemütlich nehmen war mir nicht bekannt und als Berner war ich nun jener welcher Schub gab. Vor dem Klettern gab es ein Korean Barbecue, danach ging es gut gestärkt los. Da die anvisierten Granitwände am Insubang zu weit entfernt waren für meinen Guide und auch sehr überlaufen am Wochenende ging es an den kleineren Kletterberg Jobisan, 100km südöstlich von Seoul. Mit Routen in einer Grotte oder an verschiedenen Pfeilern war es ein netter Kletterausflug und machte definitiv Spass und Lust auf die grossen Wände in Seoul, jedoch blieb dafür keine Zeit da in Russland bereits wieder die Arbeit wartete.

Hier zu den Fotos:

Klettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in SüdkoreaKlettern in Südkorea

O'zoapft isch - O'Bloc neue Kletterhalle in Ostermundigen!

Spatenstich für die Kletterhalle O'Bloc

Am Freitag 06.03.2015 erfolgte hinter dem Werkhof Mösli in Ostermundigen der Spatenstich für die Bauarbeiten der neuen Kletter - und Boulderhalle.
Nach jahrelanger Planung welche immer sehr gut geheim gehalten wurde, wie die Hasliberger Klettergebiete, entsteht nun etwas woran viele andere Kletterer und Projekte der Region gescheitert waren. Ab Ende 2015 kann auf rund 2000 Quadratmetern geklettert werden.
Die Investitionskosten von rund vier Millionen Franken werden von Privaten getragen, Christian Tschudi und Sandro Niklaus bringen grosse Erfahrung im Klettersport mit und somit können wir es schon heute nicht erwarten die erste Hand anzulegen. Das Magnetfeld mit seinem bisherigen Magnet in Bern wird damit von einer neuen Magnetströmung (O'Bloc) verändert.

Auf dem Bild die beiden Initianten Sandro Niklaus und Christian Tschudi sowie Gemeindepräsident Thomas Iten (von links) feiern den Baustart für die Kletter- und Boulderhalle.
Bild: Markus Zahno

Verfolgt die Entsehungsgeschichte auf:

https://www.facebook.com/oblocbook?fref=ts

http://www.obloc.ch/

Walliser Geheimgebiet - Frohe Festtage!

Balavaud...noch nie gehört. „Los komm schon!“ Es braucht doch schon einiges an Überzeugungskraft den weiten Weg nach Ardon auf sich zu nehmen um in diesem kleinen Klettergebiet klettern zu gehen.
Ardon liegt 15 Fahrminuten von Sion im Talboden. Das Klettergebiet Balavaud ist wunderschön gelegen inmitten eines Privat gehaltenen Rebberges. Daher ist das klettern nur von November bis Februar autorisiert.
Die Kletterrouten sind zwischen 15 und 32m lang und mehrheitlich im Grad 7a aufwärts, die Wand ist sehr kleingriffig und zum teil überhängend. Es hat 15 Routen. Die Wand ist südlich ausgerichtet und die Sonne scheint wärmend an die Wand. Hier zu klettern ist wie Weintrinken und in Genuss zu schwelgen.

Doch in diesem Klettergarten wird einem nichts geschenkt. Auch Guido und Angelo kämpften sich hoch. Angelo lachte nur und sagte geile Tour, eine der besten die er gemacht hat. Voilà nicht zu viel versprochen. Pumpig und stehtechnisch gemein startet die Route, erinnert ans Lehn, danach geht es los mit einigen kräftigen Zügen à la Wenden, danach Tropflöchlifels wie in der Verdon und zum Schluss noch einen gemeinen Runout mit heiklem Aufsteher wie in den Engelhörnern.

So sieht ein super Klettertag aus!

Das gesamte Scalamalade Team wünscht allen schöne und frohe Feiertage! Weiterhin viele neue Erlebnisse am Fels im alten wie im neuen Jahr!

Lilith 7c+, Schweizereck, Rätikon

Die Wetterprognose für das vergangene Wochenende waren am Freitag doch eher ernüchternd. Schon wieder zwei Tage regen:( Für Mehrseillängenrouten oder Bergsteigen sind solche Aussichten doch eher suboptimal. Nichtsdestotrotz machten wir (Sandro und Matt) uns auf in das regensichere Klettergebiet Lungern. Dieses war an diesem Samstag voll mit Kletternden. Nach mehreren tollen Routen und dem Wissen, dass die Sonne scheint und es nicht am Regnen
ist, überprüften wir den Wetterbericht nochmals und entschieden uns dann trotzdem für eine Mehrseillängenroute am Sonntag im Rätikon oberhalb von Schiers. Als wir am Sonntag morgen aus dem Auto stiegen und in Richtung Schweizer Tor wanderten, schien die Sonne und von Regen war weit und breit nichts zu sehen. Wir entschieden uns für die Route Lilith 7c+ am Schweizereck und fanden in dieser Wand anschliessend schon drei andere Seilschaften vor. Die Route beginnt mit einer technisch, eher plattigen 6c. Anschliessend folgt ein wunderschönes 7a+, welches über einen kleinen Überhang führt. Die nächste 6c+ ist dann eher ausdauernd und anhaltend. Nach noch zwei weiteren 7a+, die eine kurz mit einer kniffligen Schlüsselstelle, die andere lang und wieder eher ausdauernd, folgt eine 7b Traverse die extrem kleingriffig und technisch ist. Weiter kommt eine 7b+, die in einem Riss rechtshaltend einen Überhang durchquert. Von dort aus geht es mit einer 7a+ weiter und endet unterhalb eines Überhangs, der dann noch die letzte Seillänge enthält. Diese 7c+ ist eher kurz und einen harter Abschluss. Das Abseilen (zum Teil luftig) ist problemlos an den vorhanden Ständen möglich. Super Tour und das Wetter blieb bis zuletzt gut.

Lilith 7c+, 8. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 8. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 8. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 8. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 7. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 6. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 6. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 5. Seillänge, Schweizereck, RätikonIntifada 7a+, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 3. Seillänge, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 3. Seillänge, Schweizereck, RätikonKirchlispitzenLilith 7c+, Schweizereck, RätikonLilith 7c+, 2. Seillänge, Schweizereck, RätikonIntifada 7a+, Schweizereck, RätikonIntifada 7a+, Schweizereck, RätikonKirchlispitzenSchweizereck, Rätikon

Popey 7a, clean Juni 2014

Am Forscherstein in Wasserauen (AI), einem sehr kleinen Klettergarten in meiner Nähe, konnte ich (Roman) und Andy, vor einigen Wochen eines unserer Projekte realisieren.
Durch die linke, senkrechte Seite des 25 Meter hohen, gespaltenen Felsblockes zieht sich unter anderem eine plattige 7a Route, namens Popey. Mit unserem Rack an Friends und Keilen, suchten wir nach geeigneten Placements in der kompakten Wand... und fanden schließlich auch nach 4 Metern eine Schuppe für eine Schlinge. Etwas weiter oben waren zwei Risse für Keile und zu guter Letzt, etwa 7 Meter unter dem Stand fand sich noch ein feiner Riss für noch feinere Keile.
Nach mehrmaligem Auschecken der Schlüsselstellen und einigen Placements, konnten wir die Route beide clean klettern.

Die letzten MeterRoman in PopeyRoman in PopeyAndy in PopeyRoman in PopeyRoman in PopeyIn der ersten Schlüsselstelle